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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Rallye: Fürs Löwenherz zum Nordkap

23.02.2019

Wardenburg Schon seit Jahren träumt Julien Schütte davon, einmal bis zum Nordkap zu fahren. An diesem Wochenende macht er seinen Traum wahr – noch dazu für einen guten Zweck: Gemeinsam mit seinem Kollegen Hardy Leben (43) beteiligt sich der 30-jährige Wardenburger an der „Baltic Sea Circle Winter Edition“ (BSC), die am 23. Februar startet, und sammelt dabei Geld für das Kinderhospiz Löwenherz in Syke. Das Ziel: 10 000 Euro sollen für die sterbenskranken Kinder zusammenkommen.

Wettlauf gegen die Zeit

Grafik: SAC

Wissenswertes zur Benefiz-Rallye

Veranstalter der Baltic Sea Circle Winter Edition (BSC) ist der Superlative Adventure Club (SAC) mit Sitz in Hamburg. SAC hat sich auf die Organisation von Benefiz-Rallyes spezialisiert. Für die Teilnahme gibt es klare Regeln.

Jeder für ihr Team gespendete Euro gehe an das Kinderhospiz, versprechen Julien Schütte und Hardy Leben. Die Internetseite, über die ihre Spendengelder gesammelt werden, macht die aktuelle Spendensumme transparent.

Sponsorengelder werden zum Teil für Sprit und ähnliche Kosten genutzt. Auf Übernachtungskosten allerdings verzichten die beiden: Sie wollen im Wagen schlafen, um auch hier Geld zu sparen. Wird mehr gespendet als die anvisierten 10 000 Euro, kommt auch diese Summe dem Kinderhospiz zugute.

Spenden sind möglich über folgende Internetadresse:

    www.betterplace.org/f32060

Mehr zur Rallye unter bsc-winter.superlative-adventure.com/

Wie viele gute und gleichzeitig abenteuerliche Ideen entstand auch diese aus einer Bierlaune heraus – aber auch nüchtern standen die beiden Männer zu ihrem Ja. Schon mit der Auswahl des Wagens begann die Herausforderung: Autos, die bei der BSC mitfahren, müssen mindestens 20 Jahre alt sein. Hardy Lebens Traum war ein alter Passat, den er so umbauen wollte, dass er den alten ADAC-Straßenwachtwagen entsprach. Denn Schütte und Leben sind „Gelbe Engel“, sie arbeiten als Straßenwachtfahrer für den größten deutschen Automobilclub.

Tatsächlich fand Hardy Leben einen gelben VW Passat Baujahr 1986. Doch die Restaurierung barg Tücken: Der Wagen verlor Kühlflüssigkeit. Motorschaden, so die Diagnose der beiden Fachleute. Auch der zweite Motor hielt nicht lange, das Getriebe machte ebenfalls schlapp. Für den Wardenburger und seinen Kollegen aus Hitzhusen bei Bad Segeberg wurde es ein Wettlauf gegen die Zeit. „Aber Aufgeben war für uns keine Option“, betont Schütte. Vor zwei Wochen endlich konnten sie einen intakten Austauschmotor einbauen. Von Hamburg aus starten die beiden nun in ihrem Oldtimer, fahren über Dänemark, Schweden und die Lofoten bis zum Nordkap, zurück über St.Petersburg und Polen, bis sie planmäßig am 10. März wieder in Hamburg ankommen. Gut 7500 Kilometer liegen vor ihnen.

Mindestens 750 Euro Spendengeld für einen guten Zweck müssen die Teilnehmer der BSC aufbringen. Doch das war Schütte und Leben zu wenig. „Das ist zwar besser als nichts – aber mit 750 Euro kann ein Kinderhospiz nicht wirklich was bewegen“, sagt Julien Schütte. Sie wollten „eine Delle ins Universum schlagen“, wie er es nennt. 10 000 Euro möchten sie für den guten Zweck zusammenbekommen. Und es sieht so aus, als könnte das klappen: Mehr als die Hälfte des Geldes haben sie schon zusammen, zwei Wochen bleiben ihnen jetzt noch für weitere 4400 Euro.

Den Wardenburger rührt die Hilfsbereitschaft im Freundeskreis, aber auch von Kollegen, die von der Aktion gehört haben. Sie verbreiteten die Hilfsaktion über die sozialen Medien, trommelten für die beiden Rallyefahrer. „Ein Kollege hat sogar 500 Euro gespendet – dabei kenne ich den gar nicht persönlich“, erzählt er. Als Straßenwachtmitarbeiter, weiß er, „hat man ein Helfergen. Wenn man Tag und Nacht draußen ist und Menschen in Notsituationen zur Seite steht – das verändert einen.“

Löwenherz-Tattoo

Ursprünglich, erzählt Julien Schütte, sei die Spendenaktion eher Nebensache gewesen. Mittlerweile sei das Ziel, die Summe zusammenzubekommen, in den Mittelpunkt gerückt. „Besonders, nachdem wir im Kinderhospiz waren und die Kinder und Mitarbeiter dort erlebt haben.“ Um die 10 000-Euro-Marke zu knacken, haben sich Leben und Schütte noch einen besonderen Motivationsschub ausgedacht: Wer 100 Euro spendet, darf sich von den beiden etwas wünschen. „Und wenn wir die Gesamtsumme tatsächlich zusammenbekommen, lassen wir uns das Logo vom Kinderhospiz tätowieren“, versprechen sie.

Anke Brockmeyer Redakteurin / Reportage-Redaktion
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