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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Pauline Knorr wagt den großen Sprung

10.10.2017

Warendorf /Ganderkesee Ein letztes Mal salutieren bei der Grußaufstellung: Für Pauline Knorr steht am Wochenende beim Vielseitigkeitsturnier im polnischen Strzegom ihr letzter Auftritt in der blauen Uniform der Sportfördergruppe der Bundeswehr an. Die Sportsoldatin wagt den nächsten Schritt in Richtung Profi-Karriere und macht sich selbstständig.

Spind und Stube an der Bundeswehrsportschule in Warendorf wird Pauline Knorr, die für den Reitverein Ganderkesee startet, Ende des Jahres zurücklassen. Für sie und ihre Pferde geht es dann Richtung Döhle in der Heide, genauer gesagt auf den Irenenhof. Sie wird bei Vielseitigkeitsreiter Andreas Dibowski, Mannschaftsolympiasieger 2008, einen Stalltrakt beziehen und sich auf seiner Anlage selbstständig machen. „Das ist der nächste Schritt für mich in Richtung Profi“, sagt Pauline Knorr.

Start mit vier Pferden

Bevor sie ihre Koffer packt, steht für die 21-Jährige noch ein letzter Start in der blauen Uniform der Sportfördergruppe der Bundeswehr an. Sie startet mit vier Pferden beim Vielseitigkeitsturnier in Strzegom. Für sie ist das Turnier Saisonabschluss und Abschied zugleich. Seit 2015 ist sie an der Bundeswehrsportschule in Warendorf. „Diese Zeit ist für mich ein wichtiger Lebensabschnitt. Ich will sie nicht missen und habe sie sehr genossen. Es gibt hier sehr viele Menschen, denen ich viel zu verdanken habe, und ich habe viele Freundschaften geschlossen“, betont Knorr. Natürlich bringe der Umzug deshalb auch ein bedrückendes Gefühl mit sich. Sie sei aber gleichzeitig stolz und froh, dass sie einen neuen Schritt wagen darf und die Möglichkeit bei Andreas Dibowski bekomme. „Das ist nicht selbstverständlich“, sagt die Reiterin.

Zusammenarbeit mit Profi

Sie erhofft sich viel von der Zusammenarbeit mit Andreas Dibowski, der Mitglied im deutschen A-Kader ist und somit zur ersten Garde der Vielseitigkeitsreiter gehört. „Sportlich erfolgreich sein, Geld verdienen und gleichzeitig das Studium schaffen – das ist schon eine Nummer, genau wie die Selbstständigkeit mit 21. Ich kann mir bei Andreas viel abschauen und habe einen Berater an meiner Seite – nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich, dafür bin ich sehr dankbar“, sagt Knorr, die im dritten Semester Sportmanagement studiert.

Seit sie 14 Jahre alt ist, trainiert sie immer wieder mit Dibowski. „Wir haben, auch als ich nach Warendorf gegangen bin, viele Dinge besprochen und den Kontakt gehalten. Es stand schon lange im Raum, dass ich irgendwann zu ihm gehen möchte“, berichtet die 21-Jährige. Jetzt habe sie das Gefühl, dass ihre Zeit in Warendorf vorbei ist. „Ich hatte mehrere Angebote, und für mich war das aus Döhle einfach das Beste. Die Bedingungen sind hervorragend“, betont Knorr.

Bevor sie ihre Koffer endgültig packt, wird der Pferdetransporter erst für den Start in Polen beladen. In Strzegom wird Pauline Knorr mit vier Pferden und in drei verschiedenen Klassen antreten. Musterschüler in ihrem Stall ist momentan der achtjährige Wallach Wilbert BO, mit dem sie in Strzegom in der Drei-Sterne-Prüfung startet, also dem schwersten Wettbewerb des Turniers.

Gute Entwicklung

„Wilbert ist erst acht Jahre alt und ist 2016 noch in Jungpferde-Prüfungen gegangen. Seine Züchterin Katrin Butterbrot-Over und ich hätten selbst nicht gedacht, dass er in einem Jahr einen so großen Sprung nach vorn machen würde“, sagt Knorr über den Wallach. Auch wenn noch nicht alles so gefestigt sei, habe er sehr viel Potenzial und sich toll entwickelt: „Auf ihn kann ich in Zukunft bauen.“

Die Stute Lucy Dynamik sowie der Wallach Starlight gehen in Strzegom in der Zwei-Sterne-Vielseitigkeit an den Start, die Stute Quantana soll eine Ein-Stern-Prüfung absolvieren. „Ich bin unterm Strich sehr zufrieden mit der Saison, weil ich eine deutliche Entwicklung bei all meinen Pferden sehe“, betont Knorr.

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