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Aktualisiert vor 23 Minuten.

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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Sommerbiathlon: Wenn das Gewehr zu sehr wackelt

25.07.2015

Sandkrug Tief einatmen, zur Hälfe ausatmen, Konzentration, Schuss – Mist, schon wieder daneben. Ich versuche krampfhaft, den Gewehrlauf nicht auf den Boden zu stoßen, während ich die Waffe neu spanne. Im Liegen gar nicht so einfach. Neue Versuche. Niete, Niete, endlich ein Treffer. Ich seufze, so schwer habe ich mir Sommerbiathlon nicht vorgestellt. Aber auch nicht so spannend.

60 Minuten früher: Christina Lehmhus begrüßt mich und die anderen Teilnehmer auf dem großen Schießstand der Sandkruger Schützen. Laufschuhe, Funktionsshirt, Trainingshose. Die Gruppe – 14 an der Zahl, Jugendliche, Frauen und Männer – sieht aus wie ein stinknormaler Lauftreff. Wären da nicht die Luftgewehre, die schon an einem Ständer bereit stehen.

Tempo und absolute Ruhe

Doch erst einmal geht es auf die Aufwärmrunde. 1000 Meter bei leichtem Tempo. Selbst als mäßig trainierter Freizeitläufer bleibt mir noch genug Puste, um der Trainerin ein paar Fragen zu stellen. Was den Reiz an diesem Sport ausmacht? Das Zusammenspiel von Tempo und absoluter Ruhefindung, wie sie sagt. Und ob sie wieder bei der Deutschen Meisterschaft antreten wird? Christina ist sich nicht ganz sicher. Was wir beide nicht ahnen, wenige Tage später wird sie in Adelheide tatsächlich Landesmeisterin werden. Von der Blumenstraße im kleinen Gewerbegebiet geht es durch verkehrsberuhigte Straßen und in einer Runde wieder zurück zum Schießstand.

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Während die anderen dort auf die bekannten Klappscheiben schießen, wie jeder Fernsehzuschauer sie von Winterbiathlon-Wettkämpfen kennt, geht’s gemeinsam mit der Trainerin und drei weiteren Sommerbiathleten erst mal auf den Luftgewehrstand. In aller Ruhe lerne ich die Feinheiten des Schießens mit den Flinten kennen. Im Gegensatz zum Wettkampfgewehr der Trainerin, ein Mehrfachlader, müssen die Luftgewehre der Schützen nach jedem Schuss mit Munition bestückt werden. Aber die Abteilung ist noch jung, und ein Biathlongewehr kostet mindestens 2500 Euro. Fürs Training bleibt es deshalb vorerst bei dem Kompromiss.

Mein Puls ist nur leicht erhöht, fünf Schuss fünf Treffer im Liegen. 44,7 Ringe sind anscheinend ganz ordentlich. Ich glaube zumindest im Gesicht des 1. Schützenvorsitzenden Benjamin Stanke, der im Hintergrund meine Versuche verfolgt, eine Spur frisch verdienter Anerkennung zu lesen.

Dann wird es ernst. Christina und ich laufen ein zweites Mal die 1000 Meter. Diesmal zieht sie das Tempo an. Für weitere Fragen habe ich keine Luft. Stattdessen versuche ich, kein Seitenstechen zu bekommen, während ich an ihren Fersen hänge. Im Ernstfall würde ich ihr nicht folgen können. Am Ende der Runde klopft mein Herz bis hoch in den Hals. „Atme zwischen den Schüssen. Dein Rhythmus muss wie Wellblech sein – tief ein, halb aus, Schuss und ganz ausatmen”, rät sie mir noch.

Scheiben fallen nicht

Ich liege flach ich auf einer Fußmatte, die Beine zur Stabilisierung weit auseinander, aufgestützt auf den Ellenbogen. Diesmal soll ich mit ihrem Wettkampfgewehr auf die Klappscheiben zielen. Erst jetzt fällt mir auf, wie klein eigentlich die schwarze Trefferfläche ist. Ich spüre meine Schüsse, allein die Scheiben fallen nicht. Nur zwei Treffer aus zehn Versuchen, bei Wettkämpfen hieße das jetzt für mich, einige Strafsekunden zu kassieren oder acht Strafrunden laufen zu müssen. Gut, das das Ganze nur ein Training ist. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt mir nicht. Die Gruppe geht auf die nächste Laufrunde. Fast automatisch setzen sich meine Beine wieder in Gang.

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Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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