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Fußball: Werder reißt Zuschauer mit

10.10.2015

Wildeshausen Als Werder-Profi Mateo Pavlovic in der 81. Minute den Ball einwerfen wollte, war dieser plötzlich verschwunden. Zahlreiche kleine Werder-Fans hatten das Objekt der Begierde, das zuvor ins Seitenaus gesprungen war, unter sich begraben. Es dauerte eine ganze Weile, bis die Kids das runde Leder wieder freigaben.

Riesig war am Freitagnachmittag die Begeisterung um das Benefiz-Fußballspiel zwischen Bundesligist Werder Bremen und Zweitligist RB Leipzig im Wildeshauser Krandel-Stadion. Die mehr als 4500 Zuschauer, darunter viele Kinder und Jugendliche sowie Nachwuchsfußballer, bekamen von den beiden Profiteams viele packende Strafraumszenen, Zweikämpfe, Lattentreffer und Tore zu sehen. Mit 3:0 (1:0) setzten sich die Bremer am Ende durch Tore von Fin Bartels (38. Minute), Melvyn Lorenzen (81.) und Ousman Manneh (88.) als Sieger durch. „Es war ein ordentlicher Test für beide Mannschaften. Ich finde es super, dass so viele Zuschauer für den guten Zweck gekommen sind“, sagte Werder-Profi Bartels nach dem Schlusspfiff.

Immer wieder ging ein Raunen durch das Stadion, wenn die Profis den Ball spektakulär aus der Luft abfingen, den Gegner austanzten, mit der Hacke spielten oder sich wuchtig im Kopfballduell durchsetzten. „Das ist schon cool, das Werder jetzt auf dem Platz spielt, auf dem ich auch schon gespielt habe“, schwärmte der 15-jährige Werder-Fan Jonas Wilk aus Dötlingen, B-Jugendspieler des VfL Wildeshausen.

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Auch ohne Stars wie Claudio Pizarro und Zlatko Junuzovic bei den Grün-Weißenć oder Davie Selke aufseiten der Leipziger entwickelte sich eine muntere Partie, die Werder in der ersten Halbzeit dominierte. In der zwölften Spielminute erklangen dann allerdings für Leipzig die ersten Töne der Tormusik – jedoch ging der Schuss von Georg Teigl knapp vorbei. „War der nicht drin? Ich glaube, ich brauche hier eine Torkamera“, rieb sich Zuschauer Thomas Lehmkuhl verwundert die Augen.

In der 37. Minute feierte das Freistoß-Spray seine Premiere im Krandel-Stadion, nachdem Schiedsrichter Frank Willenborg gegen Werders Alejandro Galvez die Gelbe Karte gezückt hatte. Nur eine Minute später kochte die Stimmung über. Bartels lief nach schönem Zuspiel alleine auf Leipzigs Torhüter Peter Gulacsi zu und zirkelte den Ball ins rechte Toreck zum 1:0. „Es war toll, die Spieler aus ein paar Metern beobachten zu können“, freute sich der elfjährige Werder-Fan und D-Jugendspieler des VfL, Philippe Gladen (11), über das Tor.

Dass die Bremer das Spiel als ernsthaften Test ansahen, wurde auch an Trainer Viktor Skripnik deutlich, der wiederholt die Trainerbank verließ und seine Spieler zurechtwies.

In der 67. Minute hatten die Werder-Fans dann erneut den Torschrei auf den Lippen, denn beim Latten-Lupfer von Lorenzen fehlten nur Millimeter. Doch zweimal durften die Anhänger noch jubeln. Lorenzen erzielte in der 81. Minute aus spitzem Winkel das 2:0 für die Grün-Weißen, ehe Manneh zum 3:0 ins leere Tor traf (88.).

Nach dem Schlusspfiff gab es kein Halten mehr. Autogramme, Selfies, Gruppenbilder – der Nachwuchs umlagerte die Bundesligaprofis. Fin Bartels und Felix Kroos bewiesen einen besonders langen Atem und erfüllten geduldig die Wünsche der Fans.


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Sebastian Friedhoff Redakteur / Newsdesk
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