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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Tennisverbände bündeln ihre Kräfte

28.12.2017

Wildeshausen /Bad Salzdetfurth Im November dieses Jahres wurde es beschlossen, am 1. Januar 2018 wird es vollzogen: Der Niedersächsische Tennisverband (NTV) und der Bremer Verband TV Nordwest fusionieren im neuen Jahr zum Tennisverband Niedersachsen-Bremen. Damit kommt ein Umstrukturierungsprozess erfolgreich zum Abschluss, der bereits vor zehn Jahren begonnen hatte. „Ich bin natürlich sehr glücklich über das positive Votum unserer Vereine und kann mich für das in uns gesetzte Vertrauen nur bedanken“, zeigt sich der einstimmig im Amt bestätigte NTV-Präsident Gottfried Schumann in der Geschäftsstelle in Bad Salzdetfurth zufrieden.

Zusammengelegt wird auch der Bildungs- und Trainingsbetrieb, um sämtliche Ressourcen optimal zu nutzen und den Tennis im Nordwesten zu stärken. Die 60 Vereine aus dem TV Nordwest werden der Region Aller-Oste-Wümme zugeordnet. Es gäbe aber noch viel Arbeit, sagt Schumann: „Vor uns liegt nun die vollständige Integration der Bremer Vereine in die bestehende Verbandsstruktur, dazu gehört an erster Stelle natürlich der Spielbetrieb.“

Viel Bewegung gab es im Landkreis Oldenburg bereits vor einigen Jahren. Nach der Auflösung des Kreises Oldenburg-Land im Jahr 2010 wurden Vereine wie der Huder TV, TV Bookholzberg, Wardenburger Tennisclub, Schwarz-Weiß Oldenburg, TC Hundsmühlen, TC Rethorn und die TSG Hatten-Sandkrug in die Region Jade-Weser-Hunte integriert, die inzwischen 55 Clubs mit etwa 8500 Mitgliedern vertritt. Der Ganderkeseer TV, Ahlhorner SV, TC Altona Wildeshausen, Tennisverein Neerstedt, Sager TV und TC Huntlosen sind Teil der Region Oldenburger Münsterland.

Durch die Neustrukturierung der Landesverbände „ändert sich für uns in der Region vorerst nichts“, sagt Heike Döring, Vorsitzende der Region Jade-Weser-Hunte. Es gebe allerdings Entwicklungen, von denen alle profitieren würden. „Der Landesverband bekommt eine noch höhere Gewichtung im Bundesverband, als er eh schon hatte. Wirtschaftlich ist es auch interessant, weil Gelder aus Bremen mitgenommen werden können“, erklärt Döring. Für sie ist die Zusammenlegung die „logische Folge“, da man sich mit Bremen als Enklave bereits zuvor regelmäßig über einen gemeinsamen Spielbetrieb ausgetauscht habe.

Auch die Entwicklung im Landkreis sieht Döring positiv. „Die Talsohle ist durchschritten, es geht durchaus wieder aufwärts“, sagt sie angesichts stabiler Mitgliederzahlen. Vor drei Jahren sei der Tiefpunkt erreicht gewesen, seitdem gehe es langsam bergauf. Dies könne auch mit den großen Erfolgen von Angelique Kerber zusammenhängen, die im September 2016 als erste Deutsche seit Steffi Graf 1997 die Nr. 1 der Weltrangliste war. „Das kann man aber nicht genau sagen, denn Tennis findet in der Öffentlichkeit kaum statt. Die Leute bekommen wenig mit“, meint Döring.

Aufgrund der großen Konkurrenz durch andere Freizeitbeschäftigungen sei es schwierig, Kinder zu binden. „Man muss aber unten anfangen, dann bekommt man auch die Erwachsenen dazu“, erklärt Döring, die selbst erst zum Schläger griff, nachdem ihre Tochter mit dem Tennis begonnen hatte. Ein großes Projekt der Region Jade-Weser-Hunte sind die Kooperationen mit verschiedenen Kindergärten. „Darüber wollen wir die Kinder in die Vereine bekommen und hoffen auf eine Sogwirkung, wenn die ihre Freunde mitnehmen“, sagt die Regionsvorsitzende.

Arne Jürgens
Volontär, 1. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003