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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Kalte Dusche in Nachspielzeit

12.03.2018

Wildeshausen Die mittlerweile schon rituelle Mannschaftsbesprechung am Mittelkreis nach dem Abpfiff dauerte am Sonntagnachmittag bei den Fußballern des VfL Wildeshausen etwas länger als sonst. Und sie fiel sehr still aus, was das Ergebnis bereits für Außenstehende erahnen ließ: Mit 0:1 (0:0) hatten die Wildeshauser ihr Bezirksliga-Heimspiel gegen den SV Wilhelmshaven verloren.

Der Rückstand des VfL auf Spitzenreiter SV Brake, der seine Auswärtsaufgabe beim FC Rastede erfolgreich löste (2:0), ist somit auf zwölf Zähler – bei drei weniger ausgetragenen Spielen – angewachsen. Die Wilhelmshavener, aktuell auf Platz 13, machten derweil im unteren Tabellendrittel etwas Boden gut.

„Das war ein enttäuschender Tag“, sagte VfL-Trainer Marcel Bragula. Dabei wollte er die schlechte Vorbereitung während der langen Winterpause nicht als Ausrede gelten lassen. „Es war auch gar keine so schlechte Leistung von uns. Aber vieles hat einfach nicht geklappt. Insbesondere unsere Standards waren eine Katastrophe. Außerdem haben mir mehrere Positionen nicht gefallen“, analysierte er.

Auf der anderen Seite herrschte nach dem glücklichen Siegtreffer von Winter-Zugang Sergej Müller in der zweiten Minute der Nachspielzeit große Euphorie. „Die Jungs haben kämpferisch alles reingeschmissen. So werden wir schnell unten rauskommen. Für mich persönlich war es ein Einstand nach Maß“, freute sich Gäste-Trainer Rainer Hotopp, der die Jadestädter erst vor zweieinhalb Wochen als Nachfolger des zurückgetretenen Andreas Tecker übernommen hatte.

Die erste Spielhälfte verlief zunächst ohne die ganz großen nennenswerten Offensivaktionen. Auf dem holprigen Geläuf des Krandel-Stadions blieb vieles nur Stückwerk. Bis auf ein Abseitstor von Jannis Oberbörsch (22. Minute) sowie weitere Halbchancen von Ole Lehmkuhl (3.) und Oberbörsch (5./21.) hatten die Platzherren nicht viel zu bieten. „Die erste Halbzeit war Schlafwagenfußball“, fand Bragula. Auf der anderen Seite musste der VfL sogar froh sein, nicht in Rückstand zu geraten, als Torhüter Sebastian Pundsack einen fatalen Fehlpass in die Füße von Wilhelmshavens Dennis Flechtner spielte. Doch Pundsack machte seinen Fehler mit einer tollen Parade direkt wieder gut (12.) und war auch bei einem Kopfball von Müller auf dem Posten (28.).

Unterhaltsamer wurde die zweite Halbzeit, auch weil die Platzherren nun wesentlich zielstrebiger agierten. Dennoch besaßen zunächst die Wilhelmshavener die beste Chance, als Müller plötzlich ganz frei aus kurzer Distanz zum Schuss kam. Doch Pundsack bewahrte sein Team erneut mit einem super Reflex vor einem Rückstand (70.).

Sieben Minuten später hätte der eingewechselte Andreas Kari das 1:0 für den VfL machen müssen, als er nach toller Vorarbeit von Sascha Görke den stark reagierenden WHV-Keeper Robin Krey förmlich anschoss. „Da stoppe ich den Ball und frage den Keeper, wo er ihn hin haben möchte“, ärgerte sich Bragula auch im Nachhinein noch über diese verpasste Chance.

Als sich in der Nachspielzeit schon das torlose Remis anbahnte, passierte es doch noch. Ausgerechnet als Abwehrchef Christoph Stolle mit blutender Nase behandelt werden musste und der VfL, der bereits dreimal gewechselt hatte, in Unterzahl agierte, fuhren die Gäste einen Konter. Müller blieb eiskalt und schloss diesen zum 0:1 ab (90.+2). „Wilhelmshaven hat nicht unverdient gewonnen, allerdings wäre ein Remis schon gerechter gewesen“, fand VfL-Coach Bragula.

Michael Hiller
Lokalsportredaktion
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2710

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