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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Fischereiverein: Einen 1,43 Meter langen Wels überlistet

19.12.2017

Wildeshausen Mit einem lauten Knall hat die Jahreshauptversammlung des Fischereivereins Wildeshausen am Sonntag im Reitersaal des „Hannoverschen Hofes“ begonnen. Ein großes Bild hatte sich selbstständig gemacht und krachte mitten in den Grußworten des Vorsitzenden Hilmer Bierans zu Boden. Es war fast sinnbildlich für die lebhafte und von vielen Diskussionen geprägte fast vierstündige Versammlung.

Vor allem am letztlich deutlich abgelehnten Antrag, die Befischungs- und Gewässerordnung zu ändern, erhitzten sich die Gemüter, teilte der Fischereiverein mit. Eigentlich sollte dem Vorstand dadurch mehr Entscheidungsbefugnis bei bestimmten Maßnahmen und Sachfragen, zum Beispiel dem Fischbesatz, eingeräumt werden. Doch viele der 107 anwesenden Mitglieder sahen sich in ihrem Mitbestimmungsrecht beschnitten. So verselbstständigte sich die anschließende Aussprache zu einer teilweise „unerträglichen und beleidigenden Diskussion“, wie Antragssteller Jens Pfänder feststellte.

Dabei war zuvor ein anderer Antrag harmonisch und mit großer Mehrheit angenommen worden: Ab sofort nimmt der Fischereiverein nämlich auch Kinder ab acht Jahren als Mitglieder auf. Bislang lag das Einstiegsalter bei zehn Jahren. So soll dem stärker werdenden Nachwuchsschwund, der auch in anderen Vereinen vor allem im Teenageralter spürbar ist, früh entgegengewirkt werden. Aktuell zählt die Jugendgruppe 83 Jungen und Mädchen. Anfang des Jahres waren es 101.

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Bierans ein Jahr im Amt

Zuvor hatte Bierans, der seit einem Jahr im Amt ist, über ein arbeitsreiches und erfolgreiches Vereinsjahr mit vielen Veranstaltungen gesprochen. Er freut sich über weiter steigende Mitgliederzahlen: Aktuell 1495 Wildeshauser Angler – ein Plus von 49 – bedeuten einen neuen Rekord. „Wir sind auf einem sehr guten Weg“, so Bierans.

Ein neues Gesicht gibt es in der Vorstandsrunde: Nils von Seggern wurde zum 2. Vorsitzenden gewählt. Vorgänger Tobias Siemer räumte seinen Posten aus persönlichen Gründen.

Markus Dünzelmann wurde für den Friedfisch des Jahres (Barbe von 4 kg und 75 cm Länge) ausgezeichnet. Den Raubfisch 2017 fing Simon Hilling. Er überlistete einen 1,43 Meter langen Wels (15,3 kg) ebenfalls in der unteren Hunte. Für eine 5,4 Kilo schwere Meerforelle darf sich Tobias Siemer wieder einmal den Salomiden-Wanderpokal ins Regal stellen. Er freute sich außerdem über die Auszeichnung als Jahresbester der sieben Gemeinschaftsangeln. Klaus Freutel und Wolfgang Kaiser folgten auf den Plätzen. Außerdem dankte der Verein Stephan Piening, der seit zehn Jahren als Elektrofischer im Einsatz ist.

Weil sich der Wels seit Jahren in der Hunte stark vermehrt, sind nun die Wildeshauser Angler verstärkt gefordert. Ab 2018 ist das Mindestmaß für den größten heimischen Raubfisch aufgehoben. Auf Antrag der Huntebesatzgemeinschaft und mit Genehmigung des Fischereikundlichen Dienstes des Landes Niedersachsen gilt für zunächst drei Jahre eine umfassende Entnahme- und Dokumentationspflicht für den als „invasive Art“ eingestuften Räuber.

Nicht heimische Art

Im Amtsdeutsch heißt es: „Der Fisch wird als nicht heimische Art mit schädlichem Einfluss aufs Ökosystem der Hunte betrachtet.“ Im Klartext: Jeder gefangene Wels, egal ob zehn Zentimeter oder zwei Meter, ist zu töten und dem menschlichen Verzehr zuzuführen. „Wir haben als einziger Verein der Huntebesatzgemeinschaft dagegen gestimmt“, machte Ralf Siemer, der Naturschutzbeauftragte des Vereins, klar. „Das ist purer Aktionismus und geht nicht mit der Angelrute“, so Siemer. Dafür seien die Zuwanderungsmöglichkeiten in einem Fließgewässer wie der Hunte viel zu groß.

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