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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Wildeshausen fit für Olympische Spiele

04.09.2017

Wildeshausen Kein Problem für Greta (8 Jahre) und Carla (6): Im Nu laufen die beiden Turnkinder der Freitags-Funsportgruppe im VfL Wittekind gemeinsam mit Abteilungsleiterin Ute Dietz die 22 Stufen hoch, um die Richtkrone auf den Berg zu bringen. Der Applaus der Verantwortlichen und der vielen Gäste folgte prompt. „Wir freuen uns auf viel Sport und Abenteuer hier auf dem Platz“, betonte Dietz.

Zwar ist die neue Kinder-und Beach-Sportanlage nicht überdacht. Doch mit einem „Richtfest“ weihte der VfL Wittekind am Samstag das gut acht Hektar große Areal im Wildeshauser Krandel, unmittelbar neben dem Rämmi-Dämmi-Kinderland, ein. Nach der Genehmigung im Herbst des vergangenen Jahres baute der Verein mit seinem Vorsitzenden Wolfgang Sasse an der Spitze hier ein Sportgelände, das seinesgleichen in der Region sucht. Auf einer 70 mal 25 Meter großen Sandfläche gibt es Felder für Beachhandball, -volleyball und -fußball. Außerdem entstand ein Abenteuerspielplatz mit Seilbahn, Karussell, Röhren und mehr. Eine große Grünfläche eignet sich für Spiele, aber auch zum Zelten.

Die reinen Baukosten betrugen 96 874 Euro, wie Sasse sagte. Zuschüsse erhielt der VfL vom Landkreis, dem Landessportbund und der Stadt. Viele Sponsoren, darunter die Landesparkasse zu Oldenburg, engagierten sich stark. Sasse bedankte sich unter anderem bei Horst Bokelmann vom Kreissportbund, der beim Förderantrag geholfen hat, bei Sportstättenplaner Oliver Kilian, bei Förster Michael Feiner sowie der Firma Scheele, die für die Tiefbauarbeiten verantwortlich zeichnete.

„Wildeshausen wird fit gemacht für die olympischen Sportarten Beachhandball und Beachvolleyball“, betonte Bürgermeister Jens Kuraschinski, der zunächst eine Linde pflanzen musste. Er sei erstaunt, was aus der ehemaligen Tennisanlage, die mit Gehölzen völlig überwuchert war, entwickelt wurde. Besonders würdigte Kuraschinski den unermüdlichen Einsatz Sasses. Er hoffe, das möglichst viele Sportler diese Anlage ausgiebig nutzen werden und der VfL die Messlatte nehme und bei Olympia vertreten sei. Lob kam auch vom stellvertretenden Landrat Niels-Christian Heins (FDP), der von einer beeindruckenden Anlage sprach. „Es ist toll geworden“, sagte Landschaftsarchitekt Oliver Kilian unter Hinweis auf die Ideen, die hier umgesetzt werden konnten. Unter den Gästen waren auch Rats- und Vereinsvertreter.

Sasse zufolge entsprechen die Spielfelder für Beachvolleyball und -handball internationalen Anforderungen. Die Sandfläche lasse sich in Windeseile umgestalten für den Schulsport, dem dann acht Felder zur Verfügung stünden. Alle Abteilungen des Vereins – von der Turn- bis zur Koronarsportgruppe – können das Gelände nutzen. Es soll (auf Anfrage) auch externen Vereinen offen stehen. Stillstand ist aber nicht Sasses Sache: Ein Wohnhaus neben der Beachanlage soll mit Duschen für die Sportler und einer Hausmeisterwohnung ausgestattet werden.

Besucher des „Richtfestes“ nutzten das Wetter gleich zum ersten Aufschlag auf dem Beachvolleyballfeld. Wie Volleyball-Abteilungsleiter Lothar Schulz sagte, wolle sich das Präsidium des Nordwestdeutschen Volleyball-Verbands (NWVV) in Kürze die Anlage ansehen. Ziel sei es, einen großen Wettkampf nach Wildeshausen zu holen.

Greta und Carla indes hielten sich beim Beachvolleyball zurück. Ihr Interesse galt mehr der Seilbahn. „Und wir hoffen noch auf Sponsoren für ein Trampolin“, so Dietz.


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-landkreis 
Ein Video unter   www.nwzonline.de/videos/oldenburg-land 
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