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Wildeshausens Joker stechen

28.08.2017

Wildeshausen Ein glückliches Händchen bewies Marcel Bragula, Trainer des VfL Wildeshausen, am Sonntagnachmittag. Im Derby der Fußball-Bezirksliga lagen die Wildeshauser gegen den VfL Stenum zur Pause mit 0:1 im Hintertreffen. Bragula nahm zum Wiederanpfiff sowie während der zweiten Halbzeit zwei Wechsel vor. Und genau diese beiden Joker – Rene Tramitzke, der gleich doppelt traf, und Andreas Kari – schossen Wildeshausen schließlich noch zu einem 3:1-Heimsieg.

Vor rund 300 Zuschauern und bei bestem Fußballwetter waren die Gastgeber zunächst spielbestimmend und hatten auch die ersten beiden Chancen der Partie. Mit einem Volleyschuss prüfte Sebastian Bröcker den Stenumer Torhüter Thorben Riechers (9. Minute). Wenig später scheiterte auch Maximilian Seidel mit einem Flachschuss am souverän auftretenden Gäste-Keeper (13.). „Ansonsten haben wir wenig zugelassen“, war Stenums Trainer Thomas Baake in der ersten Halbzeit zufrieden mit dem Auftritt seiner Elf. Die ging in der 19. Minute sogar in Führung, als Rückkehrer Maximilian Klatte mit einer Direktabnahme aus der Distanz traf.

Stimmen zum Spiel

Marcel Bragula (Trainer VfL Wildeshausen): „Insgesamt ist unser Sieg aus meiner Sicht verdient, vielleicht aber um ein Tor zu hoch ausgefallen. In der ersten Halbzeit habe ich ein wenig die Laufbereitschaft gegen einen gut organisierten und kompakten Gegner vermisst. Das war zu lethargisch. In der zweiten Halbzeit war ein ganz anderer Wille und mehr Leidenschaft zu erkennen. Für Stenum tut es mir fast schon leid. Es ist eine sympathische Truppe, die schon in den ersten Spielen Pech hatte. Auch in dieser Partie waren die Begleitumstände schwer. Auf diesem Weg wünschen wir dem verletzten Julian Darr gute und schnelle Genesung.“

Thomas Baake (Trainer VfL Stenum): „Die Gefühlslage ist wie in den vergangenen Wochen – wieder haben wir ein Spiel aus der Hand gegeben. Unter den heutigen Umständen war es allerdings auch sehr schwierig. In der ersten Halbzeit ist unser Plan aufgegangen. Die Auswechslung von Torben Würdemann und die Verletzung von Julian Darr haben dann schon einen Knacks gegeben. Im Moment fehlen uns das Glück und die Entschlossenheit. Aber die Jungs haben mein Vertrauen und werden zurückkommen.“

Wildeshausen bekam anschließend nicht mehr viel auf die Kette, was auch Trainer Bragula von außen lautstark kritisierte: „Wir müssen mehr Druck draufmachen vorne!“, rief er seinen Jungs zu. Aber nur noch einmal ließen es die Platzherren vor der Pause krachen – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Ein strammer Schuss von Sascha Görke aus 16 Metern knallte an die Unterkante der Latte. Danach schien der Ball hinter der Torlinie aufzuprallen, doch ein Signal des Schiedsrichter-Assistenten blieb aus (37.).

In der Halbzeitpause reagierte Bragula, brachte Rene Tramitzke für den blassen Ole Lehmkuhl. Doch bevor der Sturmtank zum großen Auftritt ansetzte, musste die Partie zunächst lange unterbrochen werden. Stenums Julian Darr war an der Mittellinie nach einem Zweikampf mit Seidel so unglücklich gefallen, dass er sich den Arm brach (53.). Der Verteidiger wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. „Das waren schon schwere Begleitumstände“, sagte Baake, der bereits während der Halbzeitpause seinen Innenverteidiger Torben Würdemann wegen Atemnot aus dem Spiel nehmen mussten. Die Santitäter rückten kurz vor Ende der Partie sogar noch einmal zum Krandel-Stadion aus, weil die langjährige Wildeshauser Funktionärin und heutige Kassiererin Hella Eckhoff einen Schwächeanfall erlitt.

Dass die Gastgeber das Spiel im zweiten Abschnitt drehten, lag dann an den eingangs erwähnten Jokern. Erst drückte Tramitzke eine leicht abgefälschte Hereingabe des starken Michael Eberle zum 1:1 über die Linie (74.), und dann schloss wiederum der Stürmer einen blitzsauberen Konter über Bröcker, Görke und Seidel zur 2:1-Führung ab (82.). „Es war eine schwere Entscheidung, ihn nicht von Anfang an zu bringen. Letztendlich war ja alles richtig“, meinte Bragula, der den zweifachen Torschützen trotz eines Doppelpacks in der Vorwoche bei Frisia Wilhelmshaven zunächst draußen ließ. Seine Entscheidung war damit begründet, dass Tramitzke derzeit beruflich bedingt nicht mittrainieren kann.

Den Schlusspunkt zum 3:1 setzte Andreas Kari, als er Sekunden nach seiner Einwechslung volley traf (97.). Stenum hätte noch verkürzen können, doch diesmal hatte Klatte Pech mit dem Aluminium, während Bastian Morche den Nachschuss kläglich neben das Tor setzte.

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