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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Patrick der König und Werder der Meister

25.05.2018

Wildeshausen An diesen Tag erinnert sich Patrick Müller gern. Es war der 5. Juni 1993. Als Zwölfjähriger wurde Patrick Kinderkönig der Schützengilde Wildeshausen. „Und Werder wurde an diesem Tag deutscher Meister“, ergänzt der heute 37-Jährige. Der Gilde, dem Fußball und seiner Heimatstadt Wildeshausen fühlt sich Müller auch heute noch eng verbunden.

„Das Gildefest ist schon als Kind für mich ein Highlight gewesen“, erzählt der Jubilar, dessen Vater Armin Müller auch Gildemitglied ist. „Als Kind bin ich schon mit marschiert.“ 1992 trat Patrick erstmals zum Armbrustschießen an – mit der festen Absicht, König zu werden. Im Jahr danach hat es geklappt. „Es war herrliches Wetter. Ich war überwältigt, als ich König wurde.“

Am kommenden Samstag steht zum Abschluss des 615. Gildefestes das Kinderschützenfest auf dem Programm. Dann wird wieder auf den Papagoy geschossen.

Für Patrick Müller war klar: Mit 17 Jahren tritt er in die Gilde ein. „Ich finde die Gildefeste immer lustig und spannend.“ Er und seine Kumpels gehörten bis vor einem Jahr dem Gildeclub seines Vaters, „Wilde Meute“, an. „Das war ein Mehrgenerationenclub“, sagt Müller. Im Vorjahr gründete die Generation um Patrick Müller einen eigenen Gildeclub, weil die „Wilde Meute“ zu groß geworden war. „Wir sind jetzt der Gildeclub „Frack Wars“, so Müller. Neun Männer gehören ihm bislang an. Und selbstverständlich sind sie am Pfingstdienstag mit ausmarschiert. Vor 20 Jahren war er als 17-jähriger Rekrut das erste Mal dabei.

Drei bis vier Gildeclub-Treffen gibt es bei „Frack Wars“ pro Jahr – darunter die Frackprobe am Himmelfahrtstag, ein Sommerfest und das Bergfest. „Ansonsten sind wir noch in der Findungsphase“, so Müller. „Fast alle unsere Pfingstclubmitglieder sind junge Eltern.“

Patrick Müllers Kinder, ein Mädchen und ein Junge, sind drei und vier Jahre alt. „Ich hoffe, dass ich meinen Sohn später auch für die Gilde begeistern kann, so wie es mein Vater bei mir getan hat“, schaut Müller vor und zurück. Wildeshausen und die Gilde gehören für ihn zusammen. „Die Gilde hat Geschichte und ich bin stolz darauf, ein Teil davon zu sein.“

Ach ja. Und dann ist da ja noch der Fußball. Werder ist das eine, der VfL Wittekind das andere. Müller steht im Tor. Früher mal in der 1. Mannschaft, heute in der 3.. Die Zeit des Qualitätsmanagers in der Softwareentwicklung ist begrenzt. Schließlich will er Beruf, Familie, Sport und Gilde unter einen Zylinder bekommen.

Ob er selbst noch einmal auf den Papagoy schießen will, um Gildekönig zu werden? „Momentan nicht“, so Müller, „fragen Sie mich in zehn Jahren noch einmal.“

Christoph Koopmeiners
Wildeshausen/Dötlingen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2705

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