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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Auch Knoten und Stiche müssen bei der Jugendfeuerwehr sitzen

01.07.2019

Wildeshausen Im Sprint läuft der Junge in seiner blauen Feuerwehrlatzhose und mit Helm auf den Leinenbeutel zu. Sein Team hat beim Staffellauf einen deutlichen Vorsprung vor der Konkurrenz herausgearbeitet. An der weißen Linie bremst der Junge ab, sodass die rote Asche eine Staubwolke im Krandelstadion aufwirbelt. Er greift das Ende der Leine, holt mit einer kreisenden Armbewegung Schwung und schleudert den rund zwei Kilogramm schweren Sack in Richtung des mehrere Meter entfernt stehenden Tores. Daneben. Das kostet zehn Punkte Abzug. Hinter ihm folgt eine junge Feuerwehrkameradin des zweiten Teams. Ihr Schleuderwurf landet genau auf der Torlinie.

Auch Zielwasser gefragt

Nicht nur viel trinken müssen die Kinder und Jugendlichen der 52 Feuerwehrmannschaften aus ganz Niedersachsen angesichts der Hitze am Wochenende in Wildeshausen. Auch Zielwasser ist gefragt beim 20. Landesentscheid. Der Staffellauf auf der 400-Meter-Bahn mit verschiedenen Übungen ist eine von zwei Prüfungen auf dem Weg zum Titel, den am Ende die Jugendfeuerwehr Möllenbeck (Stadt Rinteln) gewinnt. Die zweite Prüfung ist der Aufbau eines Löschangriffs. Pro Mannschaft sind neun Mädchen und Jungen zwischen zehn und 18 Jahren am Start.

Wettkampfstätte gelobt

„Der Krandel ist eine Super-Location“, sagt Diane Febert, die Vorsitzende des Feuerwehrverbandes im Landkreis Oldenburg. „Das haben wir von vielen Seiten gehört.“ Das Schwimmbad sei gleich neben dem Zeltplatz und der Wettkampfstätte. Auch das neue Wildeshauser Feuerwehrhaus, dass viele Jugendfeuerwehren am Samstag besucht haben, befindet sich um die Ecke.

Doch im Mittelpunkt steht der Wettkampf am Sonntag. „Die Teams sind heiß“, meint Febert. „Deshalb hätten alle Mannschaften am Samstagnachmittag noch trainiert, um sich mit dem Material vertraut zu machen. „Die Wettkampfschläuche sind ganz anders als unsere“, sagt die 13-jährigen Janina aus der Mannschaft der Jugendfeuerwehr Beckeln. Serienkreismeister Beckeln ist zum siebten Mal beim Landesentscheid dabei, wie Jugendfeuerwehrwart Matthias Kastendiek berichtet.

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Neuland ist der Landesentscheid für die Jugendfeuerwehr aus Wardenburg, die sich mit Platz 3 beim Kreisentscheid und Rang 6 beim Bezirksentscheid qualifiziert hat. Nach Wildeshausen hätte die Mannschaft auch an den drei Tagen fahren können. Doch: „Zelten ist Pflicht“, sagt der stellvertretende Gemeindejugendfeuerwehrwart Leon Stöver. Das Zelt der Wardenburger steht zum Glück die längste Zeit des Tages im Schatten. Für die Betreuer ist es wichtig darauf zu achten, dass die Mädchen und Jungen ausreichend trinken und sich eincremen.

Genau durchgetaktet

„Es gibt klare Spielregeln hier“, ergänzt Gemeindejugendfeuerwehrwart Maik Buschmann. Der Wettbewerb sei professionell aufgezogen und genau durchgetaktet. Die Wardenburger schauen sich zwischendurch auch andere Mannschaften an und sind überrascht davon, wie stark viele Teams sind. „Das sitzt jeder Handgriff“, meint der 17-jährige Leon. Mit dem Staffellauf seines Teams ist er zufrieden. 985 von 1000 Punkten. Beim Bezirksentscheid sind es 988 gewesen.

Beste Mannschaft aus dem Oldenburger Land ist am Ende wieder einmal die Jugendfeuerwehr Beckeln mit 1420 Punkten (Platz 13). Unter den 52 Mannschaften belegt Jade (Landkreis Wesermarsch) den 32. Platz (1401 Punkte). Golzwarden (Landkreis Wesermarsch) kommt auf Rang 45 (1383 Punkte), Apen (Landkreis Ammerland) wird 48. mit 1380 Punkten und Wardenburg (Landkreis Oldenburg) 50. mit 1368 Punkten.

Ein großes Lob haben sowohl die Wardenburger wie auch die Beckelner für die Küche parat. Einmal steht Gyros auf dem Speiseplan, am anderen Tag Spaghetti Bolognese.

Die Verpflegung der gut 750 Mädchen und Jungen samt Helferteam stellt der Kreisversorgungszug des Landkreises Ammerland, genauer gesagt der Ortsfeuerwehr Apen, sicher. Ob belegte Brötchen, Salate oder herzhaftes Gyros mit Tzatziki: Die Auswahl ist groß. Die Küchengruppe, insgesamt 14 freiwillige Helferinnen und Helfer, sorgen in einem Zelt auf dem Krandelparkplatz für Frühstück, Mittagessen und Abendbrot. „Wir haben darin Übung“, sagt Gruppenführer Björn Rastedt. Die Aper sind regelmäßig bei den Kreiszeltlagern im Ammerland, aber auch bei Katastropheneinsätzen aktiv. Dazu gehörte etwa der Moorbrand im Emsland oder der Brand der Papierfabrik in Varel (Friesland).

Kommendes Wochenende hat der Verpflegungszug die rund 1500 Kinder und ihre Betreuer im Zeltlager des Oldenburgischen Feuerwehrverbandes in Hooksiel zu betreuen. Geschlafen haben die Freiwilligen im Sporthaus im Krandel. Für Björn Rastedt war es übrigens ein Heimspiel: Er ist hauptberuflich für die Wildeshauser Firma „Bottums Up Beer“ tätig.


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Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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