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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Sie trotzten 14 Monate lang Wind und Wasser

02.11.2018

Wildeshausen Schon lange haben die Wildeshauser Segler Margret und Martin Kossen von einer großen Reise auf dem Wasser geträumt. Im letzten Jahr haben sie sich diesen Traum erfüllt: 14 Monate lang war das Ehepaar auf ihrer „Toccata“ – einer Hallberg Rassy 39 – auf dem Atlantik unterwegs. Unerwartet belegten sie in ihrer Gruppe sogar den zweiten und dritten Platz bei der Atlantic Rallye for Cruisers Plus (ARC).

„Für so eine Reise braucht es viel Vorbereitung“, meint Margret Kossen. Seit 30 Jahren segelt sie gemeinsam mit ihrem Mann Martin. Für gewöhnlich blieben sie dabei auf der Ost- und Nordsee. Mit ihrem Atlantiktörn erfüllte sich das Ehepaar einen „Seglertraum“, wie Martin Kossen mit einem Lächeln sagt.

Am 5. Juni 2017 liefen sie in Großenbode bei Fehmarn aus und fuhren über den Nord-Ostsee-Kanal, die Niederlande, Belgien und Portugal in die Kanaren. Dort kamen sie am 15. Oktober auf Las Palmas auf Gran Canaria, dem Startpunkt der Rallye, an. Von da an wurde es langsam ernst, denn am 5. November sollte der Startschuss fallen. Das Paar entschied sich, am Wettbewerb ARC Plus teilzunehmen. Daran nahmen vier Gruppen teil.

Die Route bei ARC Plus ist in zwei Abschnitte (Legs) unterteilt. Von Las Palmas segelten die Kossens erst nach Mindelo auf den Kapverden (sieben Seetage) und von da aus über den Atlantik nach Rodney Bay bei St. Lucia (18 Seetage). Das sind etwa 5000 Kilometer, die das Ehepaar mit etwa 6 Knoten – 12 km/h – auf dem Wasser zurückgelegt hat. „So schnell wie ein Fahrrad“, meinen die Segler.

Wie haben die Kossens eine so lange Zeit auf See überstanden? „Wir haben in Schichten geschlafen“, erklärt der 62-Jährige. Sie konnten das Schiff ja nicht sich selbst überlassen. Bei der Verpflegung an Board gingen die Eheleute pragmatisch vor: „Was am schnellsten schlecht wird, wird zuerst gegessen. Danach gibt es eben Konserven“, meint die 60-jährige Seglerin.

Von Stürmen blieben die Wildeshauser verschont. Auf der zweiten Etappe brach allerdings der Spinnaker Baum der „Toccata“. „Wir hatten glücklicherweise wenige Tage vor dem Startschuss eine neue Säge gekauft. Dann konnten wir das schnell reparieren“, erklärte Margaret Kossen. „Wenn das nicht gewesen wäre, wären wir aber eindeutig schneller gewesen“, meint ihr Ehemann.

In Rodney Bay (St. Lucia) angekommen, war die Freude dann riesig. Das Paar wurde in seiner Gruppe im ersten Leg Zweiter und im zweiten Abschnitt Dritter. Nach Hause wollten die Wildeshauser dann aber noch lange nicht. Von der Karibikinsel St. Lucia ging es für sie noch gut neun Monate weiter quer durch die Karibik und die Azoren, bis sie am 4. August wieder in Großenbode bei Fehmarn den Heimathafen erreichten.

„Höhepunkte unserer Reise waren die Karibikinseln unterhalb von St. Vincent“, erzählt der 62-Jährige. Strahlendblaues Wasser, so gut wie leere Sandstrände und die berühmten „Baths“ auf Virgin Gorda können die beiden nur jedem Segler empfehlen.

Wieder in Wildeshausen angekommen, wurde die „Toccata“ winterfest gemacht. Bereits im Frühjahr soll es aber wieder losgehen. Auf der Reiseliste stehen europäische Länder. „Noch einmal eine so lange Reise zu machen, können wir uns nicht vorstellen“, meinen die beiden. Das Segeln mit ihrer „Toccata“ werden sie aber mit Sicherheit nicht aufgeben.


Die ganze Reise mit mehr Bildern finden Sie im Blog unter   www.sytoccata.wordpress.com 
Nathalie Langer Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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