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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Mit Drainage und Maulwurfschutz

02.10.2017

Wildeshausen Mit großer Mehrheit hat der Rat der Stadt Wildeshausen dem Antrag des Sportvereins Grün-Weiß Kleinenkneten auf einen Zuschuss von knapp 180 000 Euro zur Sanierung des Sportplatzes zugestimmt. Mit Erleichterung nahmen die anwesenden Vereinsvertreter diese Entscheidung zur Kenntnis, denn die Zeit drängt. Bereits am Sonnabend mussten die Antragsunterlagen komplett und mit Finanzierungszusage der Stadt beim Landessportbund in Hannover sein, damit in der Sommerpause 2018 mit dem Bau begonnen werden kann.

Aufgrund von zahlreichen Unebenheiten und fehlender Wasserdurchlässigkeit gilt die vor mehr als 30 Jahren angelegte Rasenfläche in Kleinenkneten schon seit längerem nicht mehr als bedarfsgerecht bespielbar. Der deshalb ursprünglich geplante Bau einer zweiten Spielfläche scheiterte aufgrund bodenrechtlicher Bedenken der Denkmalschutzbehörde.

Aufgrund dessen ist es für den Verein nun unabdingbar, den bestehenden Platz zu sanieren, um den Spielbetrieb nicht zu gefährden. Die Arbeiten sind wie folgt geplant: Zunächst sollen Zaun- und Barriereanlagen sowie Flutlicht und Sitzmöglichkeiten abgebaut und die obere Deckschicht des Platzes vollständig abgetragen werden. Anschließend wird der Unterbau mit mehreren Schichten erstellt, bevor es an das Anlegen des Rollrasens geht.

Darüber hinaus sind die Installation einer Beregnungsanlage, einer Drainage und einer Maulwurfsperre vorgesehen. Im Anschluss werden Ballfangzäune, Tore, Flutlicht, Sitzmöglichkeiten und Abgrenzungen aufgebaut, so dass die Mannschaften pünktlich zur Saison 2018/2019 ihr Spiel- und Trainingsfeld wieder zur Verfügung haben.

Insgesamt werden für das Projekt knapp 450 000 Euro veranschlagt. Abzüglich der Fördermittel von Landkreis und Landessportbund sowie Stadt verbleiben beim Verein knapp 90 000 Euro.

Lediglich der Ratsherr der Piraten, Uwe Bock, konnte sich mit diesen Zahlen nicht anfreunden. Ihm war die Zuschusssumme viel zu hoch. Die Angaben seien fachlich nicht geprüft, so dass er sich höchstens 100 000 Euro vorstellen könne.

Dem hielt CDU-Vorsitzender Wolfgang Sasse jedoch entgegen, dass der Landessportbund die Zahlen sehr genau prüfen werde. Erst bei seiner Genehmigung müsse die Stadt das Geld bereitstellen.

In die gleiche Kerbe schlug Woldemar Schilberg (SPD): „Wir sollten dem kleinen Verein vor den Toren der Stadt, der jahrelang ohne Unterstützung gearbeitet hat, jetzt wirklich unter die Arme greifen.“ Er verwies auf die starke Jugendarbeit in Kleinenkneten. Neben einer Herrenmannschaft verfügt der Verein derzeit über acht Jugendmannschaften mit insgesamt 114 Mitgliedern. Das nötigte auch den übrigen Ratsmitgliedern Respekt ab.

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