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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Vorerst kein Kunstrasenplatz im Krandel

19.08.2017

Wildeshausen Im Krandel-Stadion in Wildeshausen wird es vorerst keinen Kunstrasenplatz für die Fußballer geben. Das ist angesichts der Kosten und der Finanzlage der Stadt am Donnerstagabend im Sportausschuss deutlich geworden. Die Stadt habe wichtigere Aufgaben zu erledigen, zum Beispiel im Schulbau, hieß es von verschiedenen Seiten. Entsprechend wurde ein Antrag der CDU – basierend auf einem UWG-Antrag von 2014 – zum Bau eines Kunstrasenplatzes mit Nebenanlagen (Leichtathletik, Boule, Flutlicht) einhellig zurückgewiesen. Zuvor hatten Experten die Situation im Krandel, verschiedene Varianten für Kunststoffplätze samt Kosten sowie die Fördermöglichkeiten erläutert.

Drei Varianten für den Krandel

Variante 1: Sanierung des Rasenplatzes im Krandel-Stadion samt Einbau einer Drainage, Bau einer Flutlichtanlage und Boulebahn. Kosten: 394 241 Euro

Variante 2: Bau eines Kunstrasenplatzes mit Drainage im Krandel-Stadion samt Kunststofflaufbahn, Flutlichtanlage und Boulebahn. Kosten: 1 193 385 Euro

Variante 3: Umwandlung des Rasenplatzes 1 in einen Kunststoffplatz samt Ballfangzäunen, Bau einer Flutlichtanlage und um den Platz laufende Pflasterung. Kosten: 918 221 Euro.

Nach Darstellung von Otmar Jöckel, stellvertretender Vorsitzender des VfL Wildeshausen und dessen Finanzchef, gebe es im Krandel drei Spielfelder und zwei Trainingsplätze. Darauf würden die 748 aktiven Spieler und 48 Trainer in zehn Monaten pro Jahr 800 Stunden trainieren und 350 Stunden spielen. Drainagen seien nicht vorhanden. „Die vorhandenen Spiel- und Trainingsplätze reichen nicht aus“, so Jöckel.

Landschaftsarchitekt und Sportstättenplaner Oliver Kilian aus Oldenburg stellte drei Varianten von Kunstrasenplätzen vor, die zwischen knapp 400 000 und 1,2 Millionen Euro kosten (siehe Infokasten). Er erläuterte Vor- und Nachteile und sprach die Folgekosten an.

Horst Bokelmann, beim Kreissportbund für Zuschussanträge zuständig, betonte, dass die Förderung (30 Prozent) bei 100 000 Euro gedeckelt sei. Gleiches gelt für die Förderung des Landkreises (25 Prozent). Deshalb empfahl er, zum Beispiel einen Fußballplatz und eine Flutlichtanlage auf zwei Jahre zu verteilen, um für beide Projekte eine Förderung zu erhalten. Ausschussvorsitzender Wolfgang Sasse (CDU), seines Zeichens auch Krandelverwalter und Vorsitzender des VfL Wildeshausen, sprach davon, dass selbst wenn Geld vorhanden wäre, das Projekt nicht von heute auf morgen zu stemmen sei und selbst bis 2018 keine Förderanträge auf den Weg gebracht werden könnten. Das lehrten die Erfahrungen aus dem Bau der Beachanlage. Außerdem habe der VfL derzeit auch kein Geld, um den Eigenanteil von 20 Prozent für einen Kunstrassenplatz zu stemmen.

Nach dem von Matthias Kluck (SPD) gestellten Antrag, erst einmal keinen Kunstrasenplatz zu bauen, kam Jens-Peter Hennken (CDU) mit einem weiteren Antrag um die Ecke. Danach soll die Stadtverwaltung ermitteln, was es kostet, auf der städtischen Ackerfläche neben dem Krandel einen neuen Naturrasenplatz zu bauen. Ferner sollen die Kosten für einen Flutlichtanlage im Stadion sowie eine Optimierung des Flutlichts sowie der Bau von Drainagen und Sanitäranlagen an den Trainingsplätzen ermittelt werden. Dafür gab es von allen Seiten Zustimmung.

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