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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Bragula warnt vor erstarkten Obenstrohern

21.10.2017

Wildeshausen /Stenum Beim Fußball-Bezirksligisten Wildeshausen ist man sich trotz der Tabellenführung der Stärke von TuS Obenstrohe bewusst. Die Stenumer wollen nach zwei Zu-Null-Spielen ihren Kasten auch gegen Wilhelmshaven sauber halten.

VfL Wildeshausen - TuS Obenstrohe (Sonntag, 15 Uhr). Wenn ein Trainer selbst nach einem 5:0-Sieg noch etwas zu bemängeln hat, dann weiß man, wie hoch das Anspruchsdenken inzwischen gewachsen ist. Nach dem deutlichen Erfolg in Rastede war Wildeshausens Coach Marcel Bragula unzufrieden mit dem Zweikampfverhalten in der ersten Hälfte, freute sich am Ende natürlich trotzdem über die gelungene Vorstellung seines Teams.

Auch als souveräner Tabellenführer bleiben die Wildeshauser auf dem Boden. Obwohl der kommende Gegner Obenstrohe mit neun Punkten aus neun Spielen denkbar schlecht gestartet ist, sieht Bragula am Sonntag keinen Selbstläufer. „Das Saisonziel von Obenstrohe war, oben mitzuspielen. Es überrascht mich und einige Kenner der Bezirksliga sehr, dass das Team so weit unten steht“, sagt der VfL-Trainer. Das habe tiefreichende Gründe.

Woche für Woche mussten die Obenstroher aufgrund von Verletzungen ihre Mannschaft umkrempeln. „Seit letztem Spieltag ist das aber anders“, stellt Bragula fest. Beim 4:3-Sieg gegen VfB Oldenburg II zeigte die TuS-Elf von Trainer Rainer Kocks mit ihrer Wunschformation die volle Leistungsfähigkeit. „Das muss für meine Jungs Warnung genug sein. Achtung! Die sind jetzt vollzählig“, weiß Bragula, der sich vom Tabellenplatz der Obenstroher nicht blenden lassen will.

Für die Gastgeber wird es darauf ankommen, weiter die hervorragende Balance zwischen Offensive und Defensive zu wahren. Das Torverhältnis von 41:4 spricht Bände. „Es liegt an uns. Wir müssen unsere Stärken ausspielen und am Sonntag unser Potenzial abrufen, um das Spiel zu gewinnen“, meint Bragula.

VfL Stenum - SV Wilhelmshaven (Sonntag, 15 Uhr). Die Heimelf von Trainer Thomas Baake befindet sich im Stimmungshoch. Dazu hat der 3:0-Erfolg bei BW Bümmerstede erheblich beigetragen. Beflügelt davon soll auch der Scheinriese aus Wilhelmshaven in die Knie gezwungen werden. „Wir sind gegen Bümmerstede sehr stabil aufgetreten. Die Mannschaft – und gerade auch die jungen Spieler, die ich reingeworfen habe – konnte mir imponieren“, sagt Baake. Nun gelte es, „die Vorgaben auch auf unserem Platz umzusetzen“.

Als ehemaliger Regionalligist sind die Wilhelmshavener auf den harten Rasenplätzen der Bezirksliga-Realität angekommen. Nach zehn Spielen stehen Platz neun und 14 Punkte zu Buche, Stenum (acht Spiele/elf Punkte) kann mit einem Sieg vorbeiziehen. „Wilhelmshaven ist ein guter Gegner und hat sich stabilisiert“, meint Baake, der dem klein geschrumpften Verein mit klanghaften Namen eine größere Rolle zutraut.

Beide Teams zeichnet ihr gutes Defensivverhalten aus. Wilhelmshaven hat erst zwölf Gegentore kassiert, die Stenumer hielten ihren Kasten gegen Bümmerstede und GVO Oldenburg (0:0) zweimal in Folge sauber. „Gegen diesen Gegner werden wir uns etwas einfallen lassen müssen. Es wird auf Kleinigkeiten ankommen“, sagt Baake.

Informationen zu den Wilhelmshavenern hat der Stenumer Coach bei seinen Trainerkollegen eingeholt. „Wir tauschen uns im Landkreis aus. Es besteht ein guter Draht zwischen den Bezirksligatrainern“, pflegt Baake trotz der Konkurrenzsituation den Umgang mit den anderen Mannschaftsverantwortlichen. Dabei kam auch heraus, dass der SVW bei Standardsituationen gefährlich ist.

„Mein Team geht gut vorbereitet in das Spiel“, verspricht Baake. Die Stenumer hätten „richtig Bock auf das interessante Duell“. Thema in der Kabine sei insbesondere, der Wunsch, wieder zu Null zu spielen. Dafür müssen die Stenumer wohl nicht einmal über sich hinauswachsen.