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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Mauschelei hat Nachspiel für Wildeshauser A-Jugend

13.06.2018

Wildeshausen Ein unschönes Ende hat die Fußballsaison für die A-Junioren des VfL Wildeshausen genommen: In der gemeinsamen Kreisliga mit den Teams aus Cloppenburg und Vechta haben die Wildeshauser am vorletzten Spieltag in der Auswärtspartie beim SV Molbergen nicht spielberechtigte Akteure eingesetzt. Neben einer 0:5-Wertung des Spiels, das der VfL 4:3 gewonnen hatte, drohen nun auch weitere Strafen. Der mögliche Aufstieg in die Bezirksliga, die Wildeshausen als Tabellenachter und somit bestes Team aus dem Kreis Oldenburg-Land/Delmenhorst praktisch in der Tasche hatte, dürfte vom Tisch sein.

Was war genau vorgefallen? Bei der Auswärtspartie am 2. Juni hatte Wildeshausen drei Akteure in den Spielbericht eingetragen, die nicht anwesend waren. Stattdessen liefen zwei Spieler für Wildeshausen auf, die gar nicht dem Verein angehören, sondern laut VfL-Abteilungsleiter Ottmar Jöckel für den benachbarten Harpstedter TB aktiv sind. „Die Info kam aus den eigenen Reihen, dass dort irgendetwas nicht richtig gelaufen ist“, sagte Jöckel und vermutete, dass befreundete Spieler aus Wildeshausen und Harpstedt diese Mauschelei im Vorfeld abgesprochen hatten. Jöckel zeigte sich aufgrund der Vorkommnisse schockiert und sah sich „in der Pflicht, offensiv mit dem Vorfall umzugehen“ und für Aufklärung zu sorgen.

A-Jugend-Trainer Thorsten Altscher gab auf Nachfrage des Abteilungsleiters zu, bei „dieser Sache mitgemacht zu haben, um überhaupt eine spielfähige Mannschaft zu haben“, berichtete Jöckel. Laut Altscher, der für ein Statement nicht zu erreichen war, sei der Kontakt zwar über die Jungs hergestellt worden, er übernehme aber die volle Verantwortung. „Obwohl Thorsten Altscher gute Arbeit geleistet hat und sicherlich keinen leichten Job hatte, haben wir uns von ihm getrennt. Er hat die Entscheidung akzeptiert“, so Jöckel, der sich zuvor mit seinen Vorstandskollegen und dem Spielausschuss abgestimmt hatte. „Wir spielen Fußball aus Freude und wollen, dass alles vernünftig abläuft. Dabei stehen wir auch immer für Fairness. Wenn das nicht zutrifft, haben wir nichts auf dem Platz zu suchen“, betonte der Abteilungsleiter.

Bei Staffelleiter Uwe Küpker (Damme/Kreis Vechta) hat der VfL Wildeshausen bereits per E-Mail auf den manipulierten Spielbericht hingewiesen und Selbstanzeige erstattet. Küpker bestätigte den Empfang der Nachricht, er habe diese an den Vorsitzenden des Jugendausschusses weitergeleitet. „Das ist ein absolutes No-Go, so etwas habe ich noch nicht erlebt“, sagte Küpker, der damit rechnet, dass der Fall vor dem Sportgericht verhandelt wird.

Kommentar

Gegen Regeln der Fairness

Schummeln verboten! Was wir unseren Kindern schon im jüngsten Alter zum Beispiel bei Gesellschaftsspielen predigen, sollte im Sport eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Umso trauriger ist der Vorfall um die A-Junioren des VfL Wildeshausen. Fast volljährige Fußballer verhalten sich hier gegen alle Regeln der Fairness, schreiben falsche Namen in den Spielbericht, setzen stattdessen fremde Akteure ein – und werden bei diesem Betrug auch noch vom eigenen Trainer gedeckt. Dass sie damit trotz eines Auswärtsspiels im Kreis Cloppenburg aufgeflogen sind und nun mit einer Strafe rechnen müssen, ist wiederum nur gerecht.

Dem Abteilungsvorstand des VfL darf man immerhin das Lob aussprechen, dass er sich offensiv an der Aufklärung beteiligt und den Fall selbst beim Staffelleiter angezeigt hat. Dieses Fair-Play hätte man sich allerdings schon im Vorfeld von der Mannschaft wünschen müssen – dann wäre es gar nicht erst zu diesem unschönen Vorfall gekommen.

Den Autor erreichen Sie unter

Michael Hiller
Lokalsportredaktion
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2710

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