• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg

Unbekannte vergiften Assistenzhund „Lupus“

14.01.2016

Sandhatten /Ofenerdiek Böser Rückschlag für die Familie Martin, die seit Frühjahr vorigen Jahres den Labrador Lupus unter Anleitung der Sandhatter Hundetrainerin Michaela Ristau zum Assistenzhund für ihren an Diabetes und Autismus leidenden Sohn Julian (9) ausbildet – die NWZ berichtete. Der ein Jahr alte Labradorrüde ist wenige Tage vor Weihnachten offensichtlich vergiftet worden.

„Lupus hat nachts angefangen zu bellen und Blut zu husten“, erzählt Ilka Martin. In der Oldenburger Kleintierklinik stellten Ärzte fest, dass die Lunge des jungen Hundes voller Blut war. Die Ursache verriet ein Röntgenbild: Im Magen- und Darmtrakt des Labradors steckten drei Nägel, jeder etwa drei Zentimeter lang. Die Untersuchung einer Blutprobe brachte dann Gewissheit, dass hier ein Unbekannter einen perfiden Anschlag auf das Leben des Hundes in die Tat umgesetzt hatte. Im Blut fanden sich Hinweise auf ein modernes Rattengift, das bis zu einem Monat lang die Blutgerinnung hemmt.

Feines Näschen Schneller als Messgeräte

Assistenzhunde wie Lupus lernen, den Menschen zu warnen, wenn etwas nicht in Ordnung ist: Zum Beispiel können sie riechen, wenn der Blutzuckerspiegel zu stark absinkt. Nach Angaben von Trainerin Michaela Ristau reagieren die feinen Nasen schneller als viele Messgeräte.

Wer Ilka Martin und ihre Kinder unterstützen möchte, kann sich melden unterTelefon  04407/99 88 27 31, red.hatten@nordwest-zeitung.de.

Lupus hatte insofern Glück, dass die Nägel weder seinen Magen noch Darm verletzt haben. Er wäre ansonsten innerlich verblutet. „Wir haben ihm Sauerkraut zu fressen gegeben. Mit dessen Hilfe sind die Nägel auf natürlichem Wege aus dem Körper befördert worden“, erzählt Ilka Martin. Bis Ende Januar helfen Vitamin-K-Tabletten, die schädliche Wirkung des Rattengifts in Schach zu halten. Danach, so hoffen Ärzte und Hundehalterin, ist das Gift so weit wieder abgebaut worden, dass Lupus auch ohne Medikamente leben kann.

Zu den Behandlungskosten in vierstelliger Höhe, die allein schon für die Ofenerdiekerin und ihre zwei Kinder eine Belastung darstellen, kommen jetzt auch noch zusätzliche Ausgaben. Lupus reagiert seit seiner Vergiftung aggressiv auf unbekannte Menschen, besonders Männer. „Er bellt, vermutlich weil er unsicher ist“, sagt Ilka Martin. Gerade für einen Assistenzhund in Ausbildung, der künftig Julian überall im Alltag hin begleiten soll, ein riesiges Problem, das gelöst werden muss. Ein professioneller Hundetrainer hilft bereits, dem Labrador das verlorene Vertrauen in die Menschen wiederzugeben.

Hundebesitzerin Ilka Martin hegt keine Rachegefühle. Ihr liegt vor allem eines am Herzen: Der unbekannte Hundehasser solle wissen, dass die Vierbeiner für andere Menschen lebenswichtig sein können, sagt sie.

Sehen Sie hier einen NWZplay-Beitrag über Diabetes-Hunde:

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
Rufen Sie mich an:
04407 9988 2731
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.