Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Misshandelte Hündin Bettys Ex-Besitzern wird der Prozess gemacht

Ganderkesee/Delmenhorst - Im Fall der schwer verletzten Hündin Betty hat die Staatsanwaltschaft Oldenburg jetzt Anklage erhoben: Einem 30-jährigen Mann aus Bookholzberg und einer 25-jährigen Frau aus Ganderkesee wird vorgeworfen, das verwundete Tier nicht umgehend in ärztliche Behandlung gegeben und ihm dadurch unnötige Qualen bereitet zu haben. Das ist ein Verstoß nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit bis zu drei Jahren Haft oder einer Geldstrafe geahndet werden.

Mit Lüge zur Tierarztpraxis

 Das Schicksal der American-Bulldog-Hündin, die Anfang September vergangenen Jahres in einer Delmenhorster Tierarztpraxis abgegeben wurde, hatte viele Menschen bewegt. Die beiden Angeschuldigten hatten seinerzeit angegeben, das schwer verletzte und verwahrloste Tier am Straßenrand der B 212 bei Bookholzberg gefunden zu haben. Diese Behauptung entsprach nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nicht der Wahrheit.

Lade ...

Amtsgericht ist zuständig

Woher die schweren Verletzungen von Betty rühren, geht aus der Mitteilung der Staatsanwaltschaft nicht hervor. Das herauszufinden, ist nun Sache des Amtsgerichtes Delmenhorst, das über die Eröffnung des Hauptverfahrens noch nicht entschieden hat.

Spekulationen nicht erhärtet

Hinweise auf eine Hundekampfszene in der Region haben sich laut Staatsanwaltschaft bei den Ermittlungen nicht ergeben. Entsprechende Spekulationen kursierten nach Bekanntwerden des Falls in den Sozialen Netzwerken. Die Art der festgestellten Verletzungen, Bisswunden etwa, hatten den Verdacht genährt.

Betty geht’s wieder gut

Betty wurde in der Delmenhorster Tierarztpraxis von Dr. Angelika Hoffmann intensiv behandelt und wochenlang aufgepäppelt. Die Tierärztin entschied sich, die gut zehn Jahre alte Hündin zu behalten, da das Tier traumatisiert und daher schwer vermittelbar war.

Lade ...
Hergen Schelling
Hergen Schelling Redaktion für den Landkreis Oldenburg (Leitung)
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden
Mit Video
Nach der Sprengung inspizierten Midgard-Beschäftigte die Überreste der Verladebrücke.

KRANSPRENGUNG IN NORDENHAM Koloss aus Stahl fällt in 15 Sekunden zusammen

Norbert Hartfil
Nordenham