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Hilfsaktion Mit dem Huder „Africar“ nach Gambia

Hude - Seit einem Jahr laufen die Vorbereitungen. Am Donnerstagmorgen ging es endlich los. Mike Kunz (42) ist mit dem Huder „Africar“ nach Banjul in Gambia aufgebrochen. Rund 7500 Kilometer will er in vier Wochen zurücklegen. An Bord des Dreieinhalb-Tonners sind Spenden für die Menschen in Banjul. Medikamente, Spielzeug, Schulhefte, Stifte und ein ganzer Satz Werder-Trikots sowie vieles mehr lassen auf der Ladefläche gerade noch Platz für ein 90 Zentimeter breites Feldbett, einen 60-Liter-Wassertank und einen Koffer mit den notwendigsten persönlichen Dingen. So viele persönliche Sachen seien auch gar nicht erforderlich hat Kunz vor zwei Jahren bei der ersten Tour festgestellt. Dafür hat er aber dieses Mal eine Fliegenklatsche eingepackt, um sich gegen lästige Insekten zu wehren.

Spätestens in Mauretanien trifft Kunz auf den Rallye-Konvoi Dresden-Dakkar-Banjul. „Wir werden am Ende etwa 30 Fahrzeuge sein“, erklärte Kunz am Donnerstag.

Alte Bekannte

Dabei wird er auch einige alte Bekannte wiedertreffen, die er 2012 bei der ersten Teilnahme an der Benefiz-Rallye kennenlernte. Vor zwei Jahren war Tammo Meyer sein Partner auf der abenteuerlichen Tour.

Dieses Mal wollte der Zahnarzt Dr. Andreas Hein, vor zwei Jahren schon Hauptsponsor, dabei sein.

Hein hatte mit Kunz im vergangenen Jahr den Ford Transit, Baujahr 2003, gemeinsam fit gemacht für die Tour. Aus beruflichen Gründen musste Dr. Hein dann aber kurz vor der Fahrt einen Rückzieher machen. Die Praxisvertretung war nicht mehr gesichert. „Und ich kann nicht vier Wochen die Praxis ganz schließen“, sagte Hein am Donnerstag, als er schweren Herzens seinen Partner Mike Kunz verabschiedete. Kunz fährt nun ganz alleine. Das mache ihm nichts aus, sagt er. Er weiß von der Tour vor zwei Jahren, was ihn erwartet. Wichtig sei es, unterwegs gesund zu bleiben. Technische Probleme machen dem gelernten Lkw-Schlosser kein Kopfzerbrechen.

Auto wird versteigert

Eventuell werde unterwegs noch ein Bekannter von der Tour vor zwei Jahren als Beifahrer dazustoßen – wenn es denn so kurzfristig mit den Visa für den Frankfurter klappe. Durch Frankreich und Spanien nach Marokko, durch die Sahara, Mauretanien, Senegal Gambia – was so leicht klingt, wird sicherlich kein Zuckerschlecken.

Vor Ort in Gambia will Mike Kunz die Spenden direkt verteilen, die dank vieler Sponsoren zusammengekommen sind. Bedacht werden sollen ein Hospiz für Kleinkinder, ein Gesundheits- und ein Aids-Aufklärungszentrum und der Fußballtrainer Mike, der sich mit seinen Jungs riesig freuen wird, wenn Kunz die vielen Werder-Utensilien auspackt, die der Bundesligist gespendet hat.

Am Ende wird auch der Ford-Transit, den er mit Andreas Hein auf eigene Kosten gekauft hat, zugunsten eines guten Zwecks vor Ort versteigert. „Am 6. März fliege ich zurück“, so Kunz. Dann kann er auch seine Freundin Beate und Hund Lupe wieder in die Arme schließen.

Auf Facebook

Wenn Internetverbindungen möglich sind, will Mike Kunz sich über die „Africar“-Facebook-Seite ab und zu melden (Hude-Africar.de). Auch Bürgermeister Axel Jahnz versprach der Huder Abenteurer, gelegentlich eine E-Mail ins Rathaus zu schicken.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude
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