Landkreis - Selbstkritisch zeigte sich Detlev Sonnenberg in einer Debatte der SPD-Kreistagsfraktion zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Landkreis Oldenburg. „Eigentlich müssen wir immer wieder bei uns selber anfangen“, meinte Sonnenberg. Sozialamtsleiter Bodo Bode und Behindertenbeauftragte Rita Rockel hatten den Sozialdemokraten die kommunalen Handlungsempfehlungen vorgestellt, die Thema in der letzten Sozialausschusssitzung waren.
Bode bezeichnete die Empfehlungen als Schritt nach vorn, weil sie konkrete Handlungsansätze enthielten. Es komme nun darauf an, immer wieder das Bewusstsein für die Belange von Menschen mit Behinderungen zu schaffen und ihnen die Teilhabe in allen Bereichen zu ermöglichen. Rita Rockel plädierte dafür, die Schulen anzusprechen, damit schon jüngere Menschen für das Thema sensibilisiert würden.
Kreistagsabgeordneter Franz Duin (Wildeshausen) begrüßte diesen Ansatz, stellte aber die Frage, wie es gelingen könne, die Handlungsempfehlungen nachhaltig zu verankern.
Detlef Sonnenberg wies darauf hin, dass Inklusion nicht nur ein Schulthema sei. Es werde zwar derzeit vor allem im Zusammenhang mit dem Wegfall der Förderschulen diskutiert, sei aber für die gesamte Gesellschaft wichtig. Der Fraktionsvorsitzende will deshalb, dass viele positive Beispiele für Inklusion werben. Wichtig sei, bei sich selber anzufangen und beispielsweise im Kreistag bei jedem Beschluss darüber nachzudenken, ob er den Handlungsempfehlungen entspreche.
