Hengstlage - Als Oliver Schmale vor gut 17 Jahren im Herbst durch die Lande fuhr, schaute er sich in den Gärten Apfelbäume an, deren Fallobst sich am Boden ausstreute und faulte. Das brachte den heute 52-Jährigen auf eine Idee: Wie wäre es denn, wenn man den Apfelsaft trinkt, der vom eigenen Baum kommt? Dafür schaffte er sich nicht eine handelsübliche Obstpresse an, sondern eine Mosterei auf Rädern.
Dabei werden die Äpfel auf einem Fließband gewaschen und nach dem Pressen wird der Saft pasteurisiert und heiß in drei, fünf oder zehn Liter Saftboxen abgefüllt. Wenn jemand eine lohnende Apfelmenge hat, kommt Schmale mit seiner mobilen Anlage vorbei. Das hat längst auch das Interesse von Kindergärten, Schulen und Bürgervereine geweckt, wenn „Ollis Saftladen“ kommt, und man vor Ort miterleben kann, wie frischer Apfelsaft erzeugt wird.
Doch damit ist es für den 52-Jährigen noch nicht genug: Wenn die Apfelernte noch auf sich warten lässt, hat er sich auf die Pflege von Obstbäumen spezialisiert. Neben einigen Privataufträgen kümmert er sich seit Anfang des Jahres um die Obstwiese der BSH (Biologische Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems) in Hengstlage. Dort stehen unter anderem in Reih und Glied verschiedene beliebte Apfelsorten, aus denen sich garantiert ein guter Apfelsaft pressen lässt, verspricht Oliver Schmale.
