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Multimediales Experiment an Oberschule Ganderkesee Schüler tanzen als Avatare in der virtuellen Welt

Mit VR-Brillen erforschten die Oberschüler die virtuelle Tanzwelt.

Mit VR-Brillen erforschten die Oberschüler die virtuelle Tanzwelt.

Carsten Bickschlag

Ganderkesee - Wie fühlt es sich an, durch einen virtuellen Raum zu tanzen? Das durften jetzt Jugendliche der Oberschule Ganderkesee bei einem spannenden Projekt erfahren. „Dance machines“ heißt das multimediale Experiment, das die Choreografin und Performerin Regina Rossi aus Hamburg entwickelt hat. Schüler der sechsten bis neunten Klassen durften mithilfe von VR-Brillen in die virtuelle Welt eintauchen und erleben, wie sich der Tanzunterricht der Zukunft anfühlen könnte.

Galaktische Avatare

Sobald die Brille aufgesetzt wird, verwandelt man sich in eine computeranimierte Gestalt, einen sogenannten Avatar, und fühlt sich wie in einem Videospiel. Die anderen Mitmachenden tauchen vor einem auf als spiralförmige Lebewesen mit einem PC-Bildschirm als Kopf. Die Umgebung wird als ein Basketballplatz an einem Strand dargestellt. Und mittendrin tauchen zwei Tänzerinnen auf – die „utopisch galaktischen Avatare“.

Diese forderten die anderen Tänzer am Dienstag in der Sporthalle zum Mitmachen auf und führten durch den Tanzunterricht. Mal gemeinsam und mal jeder für sich wurde gesprungen, getanzt und gelacht. Jeder bewegte sich im virtuellen Raum auf seine ganz eigene Art und Weise. Von außen wirkte die Tanzgruppe mitunter ziemlich skurril, denn man hörte weder Musik noch Anweisungen, man sah nur Menschen mit einer VR-Brille auf der Nase, die sich auf dem grauen Hallenboden mehr oder weniger gekonnt bewegten. Was allerdings von außen sehr gut zu beobachten war: Die Oberschüler hatten eine Menge Spaß und kamen während der Tanzperformance mächtig ins Schwitzen.

Raum für Fantasie

Während sich also die eine Gruppe beim Tanzen austobte, machte es sich eine andere Gruppe auf Matten gemütlich und beobachtete das Geschehen in der Sporthalle. Sie waren die Observer, die Beobachter. Über Kopfhörer erhielten sie einen groben Einblick, was da vor ihnen passierte, doch vieles blieb im Unklaren und ließ den Betrachtern viel Raum für Fantasie. Nach einer halben Stunde tauschten die Tänzer und Beobachter ihre Rollen. So prallten für die Schüler die analoge und die virtuelle Welt aufeinander. Am Ende waren sich alle einig, dass es ein ganz außergewöhnliches Tanzerlebnis war.

Regina Rossi ist in Ganderkesee übrigens keine Unbekannte. Bereits im Juni präsentierte sie den Oberschülern im Kulturhaus Müller die Tanz-Performance „Punk, Beat … LOL!“. Nun kam sie in Zusammenarbeit mit dem Kulturhaus mit ihrem Team direkt in die Oberschule. Oliver Behnecke, Kulturmanager der Gemeinde Ganderkesee, und Schulleiter Ingo Voss freuten sich sehr über die abermals gelungene Kooperation.

Carsten Bickschlag
Carsten Bickschlag Redaktion Münsterland (Leitung Cloppenburg/Friesoythe)
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