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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg

Musik für guten Zweck

13.05.2014

Wiener Streichmusik für einen guten Zweck und der Wildeshauser Rathaussaal war mit rund 80 Zuhörern gut besucht. Das Benefizkonzert des Oldenburger Kammerorchesters zugunsten der Wildeshauser Tafel bot eine gute Gelegenheit, den verregneten Sonntag dennoch gut zu nutzen. Dirigent und Solist Marc Froncoux führte das 19-köpfige Ensemble sicher durch die Mittagsmatinee.

Welcher Betrag beim Benefizkonzert zusammengekommen war, konnte Peter Krönung, 1. Vorsitzender der Wildeshauser Tafel, am Montag noch nicht sagen. Die Spende soll jedoch in die Anschaffung eines neuen Tiefkühlfahrzeuges fließen. „Alle in nächster Zeit gesammelten Spenden sollen für diesen Zweck eingesetzt werden“, erklärt Krönung.

Für gute Werbung für den Petanque-Sport sorgte das Turnier des Wildeshauser Vereins „Wilde Boule“. Gabriele Teichmann konnte 54 begeisterte Sportler auf der Anlage am Krandelstadion in Wildeshausen begrüßen. Der Andrang war so groß, dass der Bouleplatz in zwölf Einzelspielfelder aufgeteilt werden musste. In fünf Spielrunden mit immer neu zugelosten Partnern wurde gelegt, geschossen, gemessen und um Punkte gefeilscht.

„Wir sind zum ersten Mal hier und sind begeistert von der Anlage und der Spielatmosphäre“, so war von Teilnehmern des in Bremen neu gegründeten Vereins Tura Bremen zu hören. Es dauerte sieben Stunden, ehe zur Siegerehrung aufgerufen werden konnte. Ungeschlagen blieben Hans-Günter Hanau (ovales Bild) aus Sandkrug und Sebastian Nageler aus Visbek mit fünf Siegen.

Den ersten Platz belegte Hanau, der mehr Punkte auf seinem Konto verbuchen konnte. Dem zweitplatzierten Nageler folgte mit vier Siegen Marion Schwarz aus Bremen. Teichmann freute sich über die große Resonanz, die eine bunte Mischung aus „Anfängern und Könnern“ nach Wildeshausen lotste.

Im Foyer der Kreismusikschule in Wildeshausen drohten am Sonnabendabend die Sitzplätze knapp zu werden. Dort lud die Wildeshauser Buchhandlung „bökers am Markt“ zur Känguru-Lesung aus den Büchern von Marc-Uwe Kling ein. Ein Leseabend, der rund 60 Freunde auf die Beine brachte, um die immer wieder vorlauten Ansichten des Beuteltieres aus den verschiedensten Blickwinkeln zu hören und zu betrachten.

Jens Fröhlke und Yaro Blocks-dorff gaben einen Querschnitt aus allen drei erschienenen Büchern des Berliner Autors. 2009 kam das Erstlingswerk „Die Känguru-Chroniken“, 2011 „Das Känguru-Manifest“ und im März „Die Känguru-Offenbarung“ auf den Markt. Allesamt vermitteln einen Eindruck aus dem Leben Marc-Uwe Klings mit einem Känguru.

Dabei muss man wissen, dass das Känguru Kommunist ist und total auf Nirvana steht. Ein idealer Rahmen für Abenteuer und Wortgefechte. Aber auch die Fragen danach, ob das Känguru wirklich beim Vietcong war, ob es schnapspralinensüchtig ist und wen es besser findet: Bud Spencer oder Terence Hill? Nur nur einige Akzente aus dem Zusammenleben der ungleichen Partner. Und nicht ganz ernst gemeint oder doch?

Jetzt entpuppt sich die Känguru-Reihe als Trilogie. Es geht es weiter. Auch in der dritten Känguru-Buchveröffentlichung „Offenbarung“ setzt sich der Disput zwischen Kling und dem Känguru fort. Das Beuteltier und der Kleinkünstler gehen auf die Jagd nach einem mysteriösen Pinguin. Schließlich endet in der neuen Ausgaben alles in der Offenbarung des Kängurus im Asozialen Netzwerk. Dahinter steht, alles zu zeigen, was in der Kürze geschehen soll. Wer hier die inhaltliche Nähe zum kirchlichen Offenbarungsthema sucht, der wird fündig, doch die Sichtweise ist eine unerwartet andere.

All das und die Zusammenhänge im Kling-Känguru-Leben sowie dem Sein überhaupt, finden Lesern in der Neuausgabe. Kostproben vermittelte die Lesung in der Musikschule, aber auch genügend Muße, um in der Pause über das Gehörte zu lachen oder zu philosophieren. Ein unterhaltsamer Abend, den Jens Fröhlke und Yaro Blocksdorff mit ihrer Auswahl bestens ins Wort setzten.

Marc-Uwe Kling singt Lieder und schreibt Geschichten. 2006 und 2007 wurde er jeweils als Deutscher-Poetry-Slam-Meister ausgezeichnet. Daneben gewann Kling zahlreiche Preise für sein Bühnenprogramm. Den Deutschen Radiopreis erhielt der in Berlin-Kreuzberg lebende Autor 2010 für seine Känguru-Geschichten.

Trotz des regnerischen Wetters ließen es sich die 27 Teilnehmer des Vereins für Rückentherapie nicht nehmen, um ihre Radtour nach Harpstedt zu unternehmen. Durch den Wald des Hölscherholzes führte die Strecke zum Koems-Gelände. Dort angekommen, nahm Gästeführer Heinfried Sander die Wildeshauser mit Kaffee und Butterkuchen in Empfang. Nach einem Rundgang, mit Erklärungen durch die verschiedenen Scheunen auf dem Koems-Gelände ging es zu einer Besichtigung der Windmühle. Wieder in der Kreisstadt angekommen, schloss die Veranstaltung in einem leckeren Abendbrot im Alexanderstift. Tourleiter Hartmut Scherner wünschte allen Teilnehmern eine gute Heimreise.

Schweiß, Schmerzen und schnelle Beine statt Buch, Papier und Bleistift: Im Rahmen des 100-jährigen Bestehens der Realschule Wildeshausen entstand die Idee, beim Hamburg-Marathon eine Läuferstaffel an den Start zu schicken.

Entsprechend haben sich vier Kollegen über mehrere Monate auf diese Marathonstaffel vorbereitet – und waren erfolgreich. Mit dieser Marathonstrecke von 42,195 Kilometern hat die Realschule Wildeshausen bereits einen Teil in Richtung des Jubiläums zurückgelegt, aber ein weiter Weg steht noch bevor. Die vier Lehrer Marcus Schwoll, Thorsten Plogmann, Jan Pössel und Christian Langfermann (großes ovales Bild) hatten sich das Ziel gesetzt, die „Drei-Stunden-Marke“ zu knacken. Nachdem Schwoll auf den ersten 16,3 Kilometern mit 1:10 Stunden eine gute Grundlage legen konnte, lief Plogmann die folgenden 11,2 Kilometer in hervorragenden 42 Minuten. Der Schulleiter Pössel unterbot auf seiner Teilstrecke (5,4 km) die anvisierten 25 Minuten deutlich, so dass Langfermann auf den abschließenden 9,3 Kilometern das herausgelaufene Zeitpolster nutzen konnte und seinen Abschnitt in sehr guten 41:30 Minuten absolvierte. Nach 42,195 Kilometern standen nach einem gemeinsamen Endspurt 2:58,33 Stunden auf der Uhr. Dieses Ergebnis bedeutete unter 1503 ins Ziel gelaufenen Staffeln Platz 21. Zudem belegte die Realschule Wildeshausen in der Firmenwertung von 421 Staffeln einen großartigen fünften Platz. Mit diesem Ergebnis waren die vier Läufer so zufrieden, dass Ende Juni die Teilnahme an der Marathonstaffel in Löningen ins Auge gefasst wird.