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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg

Jägerschaft: Nach vier Stunden eine schwere Geburt

03.05.2017

Landkreis /Delmenhorst 64 Ja-Stimmen, 43-mal Nein, 13 Enthaltungen. Mit diesem Abstimmungsergebnis hat sich die Jägerschaft Oldenburg-Delmenhorst e.V. bei ihrer Jahreshauptversammlung in Gut Altona am Freitagabend für die Gründung einer Jagdschule ausgesprochen. Die Eckpfeiler des Konzeptes: Die Jagdschule der Jägerschaft Oldenburg-Delmenhorst wird als Zweckbetrieb geführt. Eine Gefährdung der Gemeinnützigkeit der Kreisjägerschaft besteht nicht. Die Anschubfinanzierung über 20 000 Euro wird über Spenden und Bausteine ermöglicht. Die Jägerschaft Oldenburg-Delmenhorst beteiligt sich nicht an der Anschubfinanzierung.

Der Tagesordnungspunkt sorgte am Schluss der vierstündigen Versammlung für hitzige Diskussionen. Vor allem aus dem Hegering Dötlingen wurde Unmut geäußert. Der Dötlinger Hegeringleiter Gunnar Boyens fühlte sich im Vorfeld unzureichend informiert. Ernst-August Bode (Ostrittrum) scheiterte mit dem Antrag, den Betrieb der Jagdschule zunächst nicht einzuführen und darüber 2018 erneut zu beraten.

Der ehemalige Kreisjägermeister Erich Kreye sagte, mit der Interessengemeinschaft Voßberg – der Dötlinger Ortsteil liegt dem Schießstand der Kreisjägerschaft gegenüber – werde im Jahr 2018 die Schießvereinbarung in Altona neu verhandelt. „Kommt die dritte Jagdschule, die unbedingt notwendig ist, um die Jäger vor Ort ausreichend ausbilden und auch binden zu können, dann steigen unweigerlich die Schusszahlen. Deshalb muss jetzt gehandelt werden.“

„Ich unterstützte das Vorhaben“, sagte Carsten Sauerwein, Betreiber der Jagdschule in Delmenhorst. „Heinrich Handelsmann, Jagdschule Dötlingen, und ich verschließen uns auch nicht dem Fusionsgedanken, alle drei Jagdschulen unter ein Dach zu stellen. Doch die Hauptfrage ist, ob wir die Schießzeiten entsprechend erhöhen werden können, denn sonst bekommen wir diese steigende Anzahl der Jäger nicht durch.“

Der Grundsatzbeschluss liegt nun vor. Genaue Inhalte können noch abgestimmt werden, wurde betont.

Auch Ehrungen standen bei der Versammlung auf dem Programm. Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft, Karl-Wilhelm Jacobi, zeichnete Werner Pleus (Harpstedt), Erich Kreye (Ahlhorn), Rolf Eilers (Wardenburg) und Heiko Pape (Munderloh) für ihre Verdienste aus.

Über die Beitragserhöhung ab 2018 von 12 Euro an Landes-/Bundesjägerschaft informierte Jacobi ebenfalls. Er wies auf die Forderung an Umweltminister Wenzel hin, die ideologisch geprägte Auslegung der Gesetze zum Thema Wolf zu beenden. Beim jüngst angefahren Wolf, der qualvoll verenden musste, sei das Maß voll gewesen. „Das muss ein Ende haben“, forderte Jacobi. Er rief zum Bekämpfen der Nutria auf, die sich rasant vermehren.

Überhaupt äußerte die Jägerschaft starke Kritik an der Landesregierung: Restriktionen und Regulierungen durch die Politik machten den Jägern das Leben schwer, beklagte Karl-Wilhelm Jacoby. Immerhin habe noch Schlimmeres verhindert werden können.

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