Hundsmühlen - Auch nach der Vertragskündigung der Arbeiterwohlfahrt (AWo) zum 1. August nächsten Jahres wird es weiterhin eine Nachmittagsbetreuung für Grundschulkinder in Hundsmühlen geben. Einstimmig hat der Sozial- und Jugendausschuss der Gemeinde Wardenburg einer entsprechenden Beschlussempfehlung zugestimmt. Nach Rücksprache mit der Schulleitung solle in der Grundschule zum Schuljahresbeginn 2024/2025 ein entsprechendes freiwilliges Angebot der Gemeinde eingerichtet werden, so Bürgermeister Christoph Reents zu unserer Redaktion.
20 Hortplätze
Die Betreuung erfolgt an Schultagen zwischen 12.30 und wahlweise 14.30 bzw. 16 Uhr. Aktuell gibt es in der Hundsmühler Grundschule 20 Hortplätze. Diese Zahl soll nach Abfragen der Elternpräferenzen auf 25 Plätze (ab Mitte 2024) erhöht werden. Ein weiterer Ausbau sei dagegen nicht geplant, heißt es seitens der Verwaltung. Der Fachkräftemangel im Kita-Bereich sowie der ab dem Schuljahr 2026/2027 schrittweise geltende Ganztagsbetreuungsanspruch im Bereich der Grundschulen sprächen dagegen.
Gegen Ende November soll ein exakter Abgleich der Anmeldezahlen im Bereich der Kitas erfolgen, um den exakten Bedarf zu ermitteln. Grundsätzlich gelte, so Wardenburgs Bürgermeister, „dass wir als Gemeinde ganz gut aufgestellt sind.“
Eine Ferienbetreuung soll in der neuen nachschulischen Betreuung ab August 2024 ebenfalls angeboten werden. Der monatliche Elternbeitrag orientiert sich bei der nachschulischen Betreuung an den geltenden Gebühren für die Inanspruchnahme von Kindergarten-, Krippen und Hortplätzen. Für die Zeit von 12.30 bis 14.30 Uhr liegt diese bei mindestens 29 bis 124 Euro, von 12.30 bis 16 Uhr bei mindestens 50 und maximal 217 Euro.
Die Verwaltung rechnet im Zusammenhang mit dem neuen Angebot mit einem Defizit von 25 917 Euro für den Zeitraum August bis Dezember 2024. Dem gegenüber ständen aber Einsparungen beim Defizitzuschuss an die AWo (rund 38 500 Euro) im Haushaltsjahr 2024 und ab dem Haushaltsjahr 2025 jährlich in Höhe von rund 92 000 Euro, heißt es in der Beschlussvorlage.
Grünes Licht
Im Jugend- und Sozialausschuss gab es auch grünes Licht für die Gemeindeverwaltung, die Voraussetzungen zur Einführung einer zusätzlichen Nachmittagsbetreuung für Grundschulkinder im „Haus des SpORTS“ zu prüfen. Dieses Angebot soll eingeführt werden, wenn die räumlichen Voraussetzungen geschaffen sind und sich abzeichnet, dass mindestens zehn Kinder dauerhaft nicht über das Angebot in der Grundschule Hundsmühlen bedient werden können.
