Ahlhorn - Er war Ratsherr in der Gemeinde Großenkneten, Mitbegründer und Vorsitzender des VfL Ahlhorn (heute TV Ahlhorn), Gemeindejugendpfleger und Soldat: Manfred Perwas. Er erlag am 23. Februar in seiner Wahlheimat Thailand im Alter von 80 Jahren einem Krebsleiden, wie seine Tochter Tanja Colón mitteilt.

Von 1971 bis 1989 lebte Perwas mit seiner Familie in Ahlhorn. Er war als Berufssoldat auf dem Fliegerhorst stationiert. 1974 wurde er für sechs Jahre zum ehrenamtlichen Gemeindejugendpfleger gewählt. In dieser Zeit führte er den Ferienpass in der Gemeinde Großenkneten ein.

Von 1976 bis 1989 war Perwas Mitglied des Gemeinderates. Zunächst gehörte er der SPD-Fraktion an, später der Unabhängigen Wählergruppe. Als SPD-Ratsherr war er 1978 Sprecher einer Gruppe, die die Gemeinde Großenkneten nach dem größten Ort umbenennen wollte – in Gemeinde Ahlhorn: Perwas hatte den Antrag wie folgt begründet: „Mit Ahlhorn, welches der größte und bedeutendste Ort in der Gemeinde ist und eine über 1000-jährige Geschichte aufweist, sind Begriffe verbunden wie Ahlhorner Heide, Ahlhorner Fischteiche, wie auch Blockhaus Ahlhorn.“

Als geprüfter Sporttherapeut war er von 1979 bis 1989 in der Dietrich-Bonhoeffer-Klinik angestellt. Gemeinsam mit seiner Frau bot er abends den Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit sporttherapeutischen Angeboten ein Ventil gegen die Suchtabhängigkeit.

Von 1975 bis 1985 war Manfred Perwas Leiter für die Vorturnerausbildung im Turnkreis Delmenhorst-Oldenburg-Land zuständig. Als ehemaliger Turner lag ihm der Sport am Herzen. Die Nachfrage nach weiteren Angeboten in Ahlhorn veranlasste ihn dazu, im Februar 1983 den VfL Ahlhorn ins Leben zu rufen, dessen Vorsitzender er bis 1987 war. Unter anderem gehörten Turnen, Leichtathletik und Handball zum Programm.

Zum Ende seiner beruflichen Laufbahn ging Stabsfeldwebel Perwas im Februar 1989 mit seiner Familie als stellvertretender Militärattaché in den diplomatischen Dienst an die Deutsche Botschaft nach Seoul, Südkorea.

Dort blieb er bis zu seiner Pensionierung 1994. 1996 wanderte er nach Thailand aus, um dort seinen Ruhestand zu verbringen. Seinem Wunsch entsprechend wird seine Asche nach thailändischer Tradition am 14. März dem Meer übergeben.