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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg

Nachzucht in Burgwiese

07.06.2017

Es ist schlicht ein Gerücht, dass es in diesem Jahr zu wenig Birken gibt. Sowohl das Pfingstbaumkommando der Freiwilligen Feuerwehr Wildeshausen als auch das der Wachkompanie widerlegten es in den frühen Morgenstunden des Pfingstsonntags. Allein das Pfingstbaumkommando der Wachkompanie fällte mehr als 200 kleine Birken, wie Patrick Bielefeldt berichtete. Der 37-jährige Gefreite hat das Amt als Leiter des Pfingstbaumkommandos von Dirk Böhler übernommen. Böhler war insgesamt 15 Jahre dabei, davon zehn als Leitender. Das Pfingstbaumkommando der Wache wird traditionell unterstützt vom Schaffer – bis Dienstagvormittag Michael Rüdebusch. Er hatte zwei Helfer seines Pfingstclubs „Los Gilderados“, Christoph Bode und Christopher Kramer, mitgebracht. Die Birken werden zu Offizieren, den Bewirtungsplätzen für die Kompanien, vors Rathaus und in den Krandel gebracht.

Ein schlechtes Gewissen nach der Birken-Aktion hatten die Wachesoldaten scheinbar doch. „Wir müssen eine Ausgleichsmaßnahme machen“, fand Schaffer Michael Rüdebusch. Gesagt, getan. Unmittelbar am Burgbergsee pflanzte er gemeinsam mit Patrick Bielefeldt eine kleine Birke. „Dort war immer ein Mülleimer. Daran haben wir beim Einleuchten auf der Burgwiese immer den Anhänger ausgerichtet“, berichtete Andreas Sosnowski am Sonntagnachmittag beim Ausschmücken der Tribüne mit frischem Grün. Nun werde man sich halt an der Birke orientieren müssen. Ob der kleine Baum den Trubel des Gildefestes überlebt, ist noch offen.

Eine starke Truppe hatte am Samstagmorgen wieder das Wachelokal im Rathaus eingeräumt. Unter den strengen Augen von Rolf Tepe, Fourier der Wache, galt es vor allem Obacht zu geben im Trauzimmer. Das war im vergangenen Jahr saniert worden und darf beim Gildefest keinen Schaden nehmen. „Wir haben etwas umstrukturiert“, meinte Tepe, „das läuft schon“. Bestens in Form an diesem Samstag war übrigens Elmar Coert. Er hatte noch am Freitagabend die heimische Terrasse gestrichen, wie man unschwer an den schmutzigen Handschuhen erkennen konnte.

Nach den Offizieren haben sich übrigens auch die Wachesoldaten für ihre Dienste ohne Uniform frisch eingekleidet. 65 schicke, schwarze Fleecejacken mit Wappen, das einen Wachesoldaten samt silbernen Ehrenkranz zeigt, wurden geliefert. „Sehr bequem und zweckmäßig“, findet nicht nur Wachesoldat Arne Peters.

Welcher Ort ist geeigneter für den Abschied vom Junggesellendasein als das Gildefest in Wildeshausen? Das zumindest dachte sich eine Gruppe junger Männer, in der Mehrzahl Feuerwehrleute, die ihren Freund Sebastian Roth nach Wildeshausen entführte. Per Kremser ging es in die Kreisstadt. Im Festzelt ließ es die Gruppe kräftig krachen. Roth, im Hauptberuf bei der Berufsfeuerwehr in Oldenburg tätig, wird sich aber nicht vor dem Gildegericht trauen lassen, wie zu hören war.

Das Gildefest bietet 1a-Fotomotive. Das wissen nicht nur die Vertreter der Medien, sondern auch diverse Hobbyfotografen. Zugleich bietet sich die Gelegenheit, mit den Bildern die ein oder andere Homepage aufzuhübschen. Das dachte sich auch die Schützengilde. Bereits am Sonntag war Birte Garrelmann, neue Kulturbeauftragte der Stadt Wildeshausen, ehrenamtlich im Einsatz, um alle Wachesoldaten zu fotografieren. Übrigens: Ihr Lebensgefährte Philipp Hogeback gehört bereits seit elf Jahren der Wachkompanie an.

Zum Start in die fünfte Jahreszeit in Wildeshausen hatte sich die CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen (kleines Bild) modisch gewappnet. Beim Stadtempfang am Sonntagabend trug sie rechts einen Papagoy als Ohrring. Das linke Ohrläppchen zierte das Wappen des Landkreises Oldenburg. „Und die Heimat trage ich im Herzen“, so die CDU-Abgeordnete auf ihrer Facebook-Seite. Der Landtagsabgeordnete Axel Brammer (SPD), ebenfalls unter den Ehrengästen des Stadtempfangs im Ratssaal, trug abermals die Friedenstaube am Revers. „Das ist eine Kreuzung aus Papagoy und dem Ganter aus Ganderkesee“, schlug der Kirchhatter den Bogen zwischen den beiden größten Kommunen im Landkreis.

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