Wildeshausen - Auf die Spuren des Bibers haben sich zwölf Kinder des Naturschutzbundes Dötlingen-Wildeshausen gemeinsam mit den Betreuerinnen der Naturschutzjugend (Naju) Kristin Schoppa und Elke Deters begeben. Das Tier steht unter strengstem Schutz, nachdem es vor gut 200 Jahren in Niedersachsen fast ausgerottet war. „Als Erstes schauten wir uns die verwechselbaren Arten wie die Nutria oder die Bisamratte genauer an“, berichtet Schoppa. Den charakteristischen Biberschwanz – genannt Kelle – haben die anderen Arten nicht.
Der Biber ist ein sehr guter Schwimmer und kann bis zu 15 Minuten die Luft anhalten. Das durften die Naju-Kinder gleich einmal ausprobieren – und einige schafften sogar fast eine Minute. Auch an Land ist der Biber schnell unterwegs. Bis zu 55 Stundenkilometer erreicht der Biber dort. „Auf unserer Spurensuche fanden wir einige abgenagte Äste, die die typische Form einer Sanduhr haben“, so Schoppa.
Um selbst einmal auszuprobieren, wie der Biber das macht, hatte die Betreuerin Elke Deters Karotten mitgebracht. Es wurde viel geknabbert, und das Ergebnis konnte sich sehen lassen. „Und schließlich fanden wir auch die Biberburg“, war die Freude groß. Aber wie die Kinder nun wissen, kommen Biber erst in der Abenddämmerung aus ihrem Bau.
