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Aktion der Naju Dötlingen-Wildeshausen Mehr als 8000 Kippen gesammelt

Mit Warnwesten, Greifern und Eimern ausgestattet: die Naju Dötlingen-Wildeshausen mit Betreuerinnen und Betreuern.

Mit Warnwesten, Greifern und Eimern ausgestattet: die Naju Dötlingen-Wildeshausen mit Betreuerinnen und Betreuern.

Tamino Büttner

Wildeshausen - Mehr als 8000 Zigarettenkippen: Diese sind während einer Müllsammelaktion in Wildeshausen zusammengekommen – eine zu große Anzahl, waren sich die jungen Müllsammlerinnen und -sammler einig. Sechs Kinder der Naturschutzjugend (Naju) Dötlingen-Wildeshausen, der Jugendorganisation des Nabu, trafen sich mit vier Betreuern für die Aktion in der Innenstadt.

Über Gefahren aufgeklärt

Aktiv unterstützt wurden sie dabei von einigen Eltern. Am Treffpunkt vor dem Rathaus stellte der Leiter der Naju-Kindergruppe Tamino Büttner die Notwendigkeit der Aktion dar. Schwerpunkt war neben dem Säubern der Innenstadt vom Müll an diesem Tag das Sammeln von Zigarettenkippen. Teilgenommen hat auch Jens Fröhlke von der Buchhandlung Bökers am Markt. Er unterstrich die Gefahr der Kippen für die Gesundheit und die große Gefahr für die Verseuchung des Grundwassers. Neben Nikotin seien auch viele andere Giftstoffe wie Arsen und Blei in Zigaretten enthalten. Dann erklärte er das Prinzip der Tobacycle-Behälter, die an einigen Stellen der Innenstadt angebracht sind: Die gesammelten Zigarettenstummel werden dem Recycling zugeführt und zum Beispiel für die Herstellung von Taschenaschenbechern benutzt.

Betreuerin Gertraud Kreye teilte die Beteiligten in Gruppen ein und wies ihnen Sammelrouten zu. Ausgestattet mit Warnwesten, Greifern, Handschuhen und Sammelbehältern starteten die Gruppen. Die Arbeit mit den Greifern war etwas Neues für die Kinder und machte ihnen Spaß. Viele Kippen lagen in Rosten und boten keinen schönen Anblick. Von der Bevölkerung bekamen die Kinder viel Anerkennung: So öffnete eine Anwohnerin ein Fenster und fand lobende Worte.

Zigaretten recyclen

Nach anderthalb Stunden trafen sich die Müllsammler vor der Halle des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Es kamen ein paar Tüten Müll zusammen – aber alle staunten über die große Menge der gesammelten Kippen. Mittels einer Küchenwaage wurden diese gewogen und die Gesamtmenge ermittelt: 8190 Stummel werden nun recycelt.

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