Lethe - Wassermangel, tonnenweise Nitrat und zu viel Schlamm sind die zentralen Probleme der Ahlhorner Fischteiche. Um die Situation in den Teichen zu verbessern, wird jetzt nach Jahrzehnten der Mühlenteich auf Gut Lethe ausgebaggert und vom Schlamm befreit. Gespeist wird der Mühlenteich einerseits vom Langenmoor Wasserzug, andererseits von der Lethe, die wiederum die Ahlhorner Fischteiche mit Wasser versorgt. Der drei Meter tiefe Mühlenteich ist inzwischen randvoll mit Sedimentfrachten aus beiden Wasserläufen.
Im Bestand bedroht
„Mit den zugeführten Schlammmengen erreichen mitgeführte Nährstoffe den schützenswerten Bereich der Fischteiche und fördern dort insbesondere den unkontrollierten Wuchs des Wasserschwadens, wodurch unter anderem die besonders schützenswerten Strandlingsvorkommen verdrängt und in ihrem Bestand bedroht werden. Zur Unterbrechung der Sedimentzufuhr ist die Entfernung des Schlamms aus dem Mühlenteich von besonderer Bedeutung für den Schutz der Ahlhorner Fischteiche“, heißt es aus dem Kreishaus in Cloppenburg. Die Kreisverwaltung geht davon aus, dass sich die Wasserqualität der Lethe und der Ahlhorner Fischteiche dadurch verbessert. Gut Lethe befindet sich auf der Grenze der Kreise Oldenburg und Cloppenburg. Der Mühlenteich liegt auf Cloppenburger Gebiet. Deshalb trägt der Landkreis Cloppenburg die Kosten.
Neun Hektar Land
Bei dieser Gelegenheit sollen auch die bestehenden Sandfänge der Lethe und des Langenmoor Wasserzuges ertüchtigt und regelmäßig gesäubert werden, damit die Sedimentfrachten erst gar nicht in den Mühlenteich gelangen.
Die Ahlhorner Fischteiche sind als Arten- und Ökoschutzgebiet (FFH-Gebiet) bedroht. Dem Landkreis Cloppenburg ist nach eigener Aussage bewusst, dass die jetzige Maßnahme nur ein Mosaikstein zur Verbesserung der Situation ist. Weitere Maßnahmen seien geplant und zum Teil angestoßen. So bemühe sich die Hunte-Wasseracht um Fördermittel für die Erstellung eines Gewässerentwicklungsplans. Auch der Landkreis Cloppenburg beabsichtige weitere Schritte zum Schutz der Lethe vor unerwünschten Nährstoffzuflüssen. So habe der Landkreis ein Grundstück von gut neun Hektar und verschiedene kleinere Flächen erworben, die baldmöglichst im Sinne des Natur- und Gewässerschutzes entwickelt werden sollen.
Übrigens: In den Mühlenteich ragt eine Halbinsel hinein. Dort stand einst die Burg Lethe. Der Boden wird nun archäologisch untersucht. Die dazugehörige Wassermühle Gut Lethe ist als Baudenkmal geschützt.
