Neerstedt/Hude - Heimsiege feierten die Handballerinnen des TV Neerstedt II und der HSG Hude/Falkenburg II in der Landesklasse Nord der Frauen. Dennoch war zumindest Neerstedts Trainer nicht rundum zufrieden.

TV Neerstedt II - Tura Marienhafe 29:26 (18:12). „Erste Halbzeit hui, zweite Halbzeit pfui“ – so umschrieb TVN-Trainer Udo Steinberg die Vorstellung seines Teams. Doch zunächst war Steinberg froh, dass er in Rolf Stefan überhaupt einen Unparteiischen gefunden hatte, der bereit war, dieses Spiel zu übernehmen – nachdem der Verband keine Schiedsrichter hatte stellen können. In den ersten zehn Minuten war die Begegnung recht ausgeglichen, weil sich die Neerstedter Deckung noch nicht richtig auf den gegnerischen Angriff einstellen konnte. Während dieser Zeit kassierten die Gastgeberinnen bis zum 7:6 besonders über die Außenpositionen einige vermeidbare Treffer. Dann aber wurde die Abwehr immer sicherer, und Neerstedt setzte sich kontinuierlich über 13:8 (19. Minute) bis zur Pause schon auf sechs Tore ab.

In der Kabine kamen dann von Coach Steinberg klare Ansagen, wie man in der zweiten Hälfte weitermachen sollte. Doch seine Worte schienen ungehört zu verhallen, denn nach Wiederbeginn war die Mannschaft kaum wiederzuerkennen. Die Abwehr spielte viel zu behäbig, in der eigenen Offensive wurden die Kombinationen nicht mehr durchgespielt, sondern häufig viel zu überhastet abgeschlossen. So arbeitete sich der Gegner heran (23:19). Rechtzeitig kamen die Landkreislerinnen aber wieder etwas in die Spur, und die Treffer von der besten Neerstedter Torschützin Henrike Bartelt sowie Lisa Mutke und Kim Rensberg sorgten dafür, dass die TVN-Frauen relativ sicher vorne blieben. Steinberg atmete erst einmal tief durch: „Ich fühle mich, als hätten wir diese Begegnung am Ende verloren. Es war eine mehr als enttäuschende Leistung meines Teams in der zweiten Hälfte.“

TVN: Martinkowski – Adams, Bartelt (12/3), Böttjer (2), Brengelmann (5/1), Kammann (1), Kracke (2), Mutke (1), Oehlerking (2), Rensberg (3/1), Uken (1), Windhorst

HSG Hude/Falkenburg II - SC Ihrhove 07 34:23 (18:8). Mit diesem klaren Heimsieg revanchierte sich Hude/Falkenburg II nicht nur für die 26:28-Hinspielniederlage, sondern hielt den Tabellendritten auch auf Distanz. Für die HSG-Reserve lautet nun das Ziel für die verbleibenden Spiele, den aktuellen zweiten Rang zu verteidigen. Die Meisterschaft ist bereits an Frisia Goldenstedt vergeben.

Gegen Ihrhove dominierte das Team von Trainerin Inge Breithaupt von Beginn an. Spielmacherin Inke Meyerholz sorgte für den richtigen Druck, erzielte selbst sieben Tore und setzte im Kombinationsspiel auch ihre Mitspielerinnen wiederholt gekonnt ein, so das auch alle anderen Positionen am Torerfolg beteiligt wurden. Auch die Deckung stand in der ersten Hälfte mit Torhüterin Sarah Winter als Rückhalt sehr sicher. Nach einem Doppelschlag von Meyerholz zum 7:3 sah es Mitte der ersten Hälfte schon gut aus. Ein Dreierpack von Anja Wessels bescherte der HSG wenig später sogar eine 14:4-Führung (23.). Mehrere Wechsel nach der Pause sorgten dann für mehr Unruhe in den Angriffsaktionen der Gastgeberinnen. Marienhafe konnte den Rückstand zwischenzeitlich auf 17:24 verkürzen. Doch danach drückte die HSG wieder aufs Gaspedal und steuerte letztendlich einem klaren Sieg entgegen.

HSG: Gerlach, Sarah Winter – Blankemeyer (4), Dolch (4/4), Düvel (1), Gronewold (5), Meyer (2), Meyerholz (7), Stein (3), Steinau (2), Urban (3), Wessels (3), Sophie Winter