DÜnsen - Das Interesse war groß: In der gut besuchten Ratssitzung in der ehemaligen Kirche in Dünsen sind am Montagabend die Pläne für den Endausbau der Straße im Neubaugebiet „Am Buchenhain“ vorgestellt worden. Viele Anwohner hörten den Ausführungen von Torsten Bachmann vom Wegezweckverband Syke zu, der den Vorentwurf präsentierte.
Etwa vier Monate
Geplant ist ein verkehrsberuhigter Ausbau, also eine „Spielstraße“, auf der sich der gesamte Verkehr auf einer Fläche bewegt. Mit Fahrbahnverschwenkungen, Grünflächen und Stellflächen wird unter anderem die Verkehrsberuhigung unterstützt. Die Breite der Fahrbahn beläuft sich im gesamten Gebiet zwischen 3,80 Meter – dort, wo Fahrbahnverengungen sind – und 4,95 Meter.
„Vier Meter reichen für eine Begegnung von Pkw und Pkw aus“, sagte Bachmann auf die geäußerten Befürchtungen, dass es zu eng werden könne. Aus planerischer Sicht sei es also schon großzügig kalkuliert.
Für die Fahrbahn ist rotes Pflaster vorgesehen, für die Parkplätze anthrazitfarbenes, für die Zufahrten hellgraues. An den zwei Kreuzungen sollen als gestalterisches Element zudem Kreise in die Mitte gepflastert werden. Rinnen für die Oberflächenentwässerung sind eingeplant.
Die Baumaßnahme soll vorzugsweise in den Sommermonaten dieses Jahres durchgeführt werden und etwa dreieinhalb bis vier Monate dauern, kündigte Bachmann an. „Die Beeinträchtigungen für die Anwohner sollen so gering wie möglich gehalten werden.“ Dazu gehört, dass die Grundstücke möglichst lange erreichbar bleiben sollen und die ausführende Firma die Anwohner vorab informieren soll, wenn direkt vor ihren Häusern gearbeitet wird.
Die Kosten sind auf 485 000 Euro angesetzt. Bürgermeister Hartmut Post (Wählergemeinschaft Dünsen) hofft jedoch, es günstiger zu schaffen. Da zurzeit die Preise nicht so hoch seien, habe er gehofft, den Entwurf während der Sitzung beschließen zu können, damit die Ausschreibung starten könne. Daraus wurde jedoch nichts.
Mehr Parkplätze
Denn einige Anwohner hatten Anmerkungen zu den Planungen. Vor allem ging es um mehr Parkplätze statt Beete. Ratsmitglied Uwe Kräkel (Dünsener Bürgerliste) kritisierte zudem, dass es keine zwei Stellflächen hintereinander gebe, was beispielsweise für Handwerker, die mit Fahrzeug plus Anhänger kommen, schwierig sei.
Aus dem Gemeinderat kam ebenfalls die Sorge, dass die Kreuzungsbereiche zu eng geplant seien. Es sei nachgewiesen, dass diese auch für dreiachsige Müllfahrzeuge befahrbar seien, sagte Bachmann dazu.
Der Rat stimmte dennoch dafür, die Kreuzungsbereiche zu vergrößern, wenn möglich. Außerdem soll die maximale Anzahl an Parkplätzen eingeplant werden. Die Überarbeitung dauere etwa 14 Tage, schätzte Bachmann. Dann wird sich der Verwaltungsausschuss den überarbeiteten Entwurf noch einmal anschauen.
