Wildeshausen - „Endlich gibt es wieder eine neue Freizeitattraktion in Wildeshausen“, sagt Unternehmer Volker Sternberg. In rund drei Monaten soll es soweit sein, dann möchte er an der Böttcherstraße im Gewerbegebiet im Stadtwesten „die kleinste 18-Loch-Golfanlage mit professionellen Golfgreens in Europa“ eröffnen. Betreiber der Anlage wird die Firma „Private Greens“ sein, deren Geschäftsführer Sternberg ist.
Arbeiten laufen
Mit dem klassischen Minigolf oder Abenteuer-Golf, bei dem Hindernisse überspielt werden, hat das neue Angebot nicht viel zu tun. „Wir wollten mal etwas ganz Neues schaffen“, betonte Sternberg bei der Baustellenbesichtigung am Dienstag. Vor einer Woche hat die Firma „Sommerfeld Golfplatzbau“ aus Edewecht mit den Erdarbeiten begonnen. Entstehen werden auf rund 2000 Quadratmetern 18 Puttingbahnen mit professionellem Kunstrasen. So wolle man eine Spielqualität wie auf den „besten Greens der Welt“ erzielen, erklärt der Wildeshauser Unternehmer. Auf die langen Abschläge, wie sie im Golfsport üblich sind, werde verzichtet. „Das eigentlich Interessante ist sowieso das Spiel auf dem Grün“, weiß Sternberg, der selbst Golf spielt.
Diese Anlage hat Volker Sternberg auf einer Reise durch die USA besucht: So soll es bald auch in Wildeshausen aussehen, selbst Palmen plant der Unternehmer ein.
Wasserhindernisse und Sandbunker wird es auf der Anlage in Wildeshausen aber auch geben. Interessante Modellierungen der Bahnen – genannt „Breaks“ – sollen für Spaß und Spannung sorgen, selbst für geübte Golfer. „Die meisten Golfplätze sperren die Greens über den Winter, so dass Golfspieler ihr kurzes Spiel nicht üben können. Dafür bieten wir künftig eine perfekte Gelegenheit“, sagt Sternberg. Denn das Areal an der Böttcherstraße sei ganzjährig bespielbar – und zwar ab dem Winter. „Eine richtige Eröffnung soll es zu Ostern geben mit einigen prominenten Personen, die dann vor Ort sein werden.“ Gespielt werden kann aber schon früher.
Viele Möglichkeiten
Das Angebot richtet sich nicht nur an Golfspieler. „Da man es schnell lernen kann, ist es eine Anlage für jedermann“, erklärt Sternberg. Er könne sich Events für Großeltern mit ihren Enkeln, für Familien, aber auch für Firmen vorstellen. Auch Stadtmeisterschaften schließt er nicht aus. „Auf jeden Fall soll es Charity-Veranstaltungen geben“, betont der Geschäftsführer. Die Eintrittspreise sollen zwischen sechs und zehn Euro pro Person liegen, öffnen wolle man die Anlage täglich. Nach einer Einweisung könne man mit eigenen oder geliehenen Schläger auf die Runde gehen. Die Bahnen sind zwischen sechs und 30 Meter lang, nach Bahn neun folgt – wie auf vielen Golfplätzen – ein „Halfway-House“ mit Getränken, Snacks und Sitzgelegenheiten.
So soll die Anlage in Wildeshausen aussehen: 18 Bahnen sind auf einer Fläche von rund 2000 Quadratmetern vorgesehen.
Wenn sein Projekt in Wildeshausen, für das rund 500 000 Euro investiert werden, abgeschlossen ist, möchte Sternberg das Konzept auch an anderen Orten umsetzen. „Für Hotelanlagen oder Touristengebiete könnte man das gut übernehmen“, sagt er. Schließlich brauche man für die „kleinste 18-Loch-Golfanlage“ nicht so viel Platz.
