Dötlingen - „Dötlingen ist wohl das schönste Dorf im Oldenburger Land.“ Mit diesem Satz steigen der Fotojournalist Peter Kratzmann und der Autor Bernd Oeljeschläger in ihren neuen Bildband „Dötlingen“ ein. Auf knapp 80 Seiten gibt das Werk Einblicke in Geschichte und Gegenwart des Künstlerdorfes und seine Ortsteile. Das Titelbild mit Wiedererkennungswert zeigt die Dorfeiche, die Kirche St. Firminus und den Tabkenhof. Druckfrisch haben Kratzmann und Oeljeschläger das Buch jetzt im Dötlinger Rathaus in Neerstedt vorgestellt.
Zusammengearbeitet haben sie mit der Volkskundlerin und Archivarin des Bürger- und Geschichtsvereins Wildeshausen, Dr. Eva-Maria Ameskamp, unterstützt wurden sie vom Bürger- und Heimatverein Dötlingen und der Dötlingen-Stiftung. Bereits 2008 hatte Oeljeschläger einen Bildband über Wildeshausen und Dötlingen herausgebracht. Nachdem dessen vierstellige Auflage „sehr schnell verkauft“ war, habe ihn das motiviert, einen weiteren Band zu veröffentlichen.
Auf Platt und Englisch
Auch das jetzige Werk sei zunächst in vierstelliger Auflage gedruckt worden. „Wir gehen davon aus, dass das ganz schnell in die Nachauflage geht.“ Der Band sei „kein klassischer Bildband“ – dafür sei er zu textlastig; er sei aber auch „kein Sachbuch“ – dafür seien die „Texthappen“ von im Schnitt 400 Wörtern pro Abschnitt zu kurz. Kratzmann und Oeljeschläger verbinden weitere Buchprojekte, etwa eines zu Dötlinger Künstlern der Gegenwart.
Um sowohl die Heimatverbundenheit hervorzuheben als auch Touristen aus dem Ausland anzusprechen, sind die Texte dreisprachig verfasst. Ins Plattdeutsche übersetzt hat sie der Plattdeutsch-Beauftragte der Stadt Wildeshausen, Friedrich Ahlers, ins Englische Norman Lewis und Lucy Cathrow. Ihm sei es wichtig gewesen, Personen und das gesellschaftliche Leben abzubilden, sagte Oeljeschläger. Auch zeitgeschichtliche Momente habe man festgehalten, etwa den Gewinn des Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ 2010.
Die Fotos stammen zum Teil aus Peter Kratzmanns Pressearbeit. Einige Drohnenaufnahmen habe er aber „extra für das Buch“ gemacht, sagte er. Nach ersten Ideen 2017 und einer Zuschuss-Anfrage bei der Gemeinde 2018 habe die Pandemie das Projekt ab 2020 ausgebremst. Finanzierungsmöglichkeiten seien weggebrochen, man habe niemanden treffen oder Orte besuchen können.
Ab sofort erhältlich
Nun haben Kratzmann und Oeljeschläger den Bildband im Verlag „Isensee.Culturcon“ veröffentlichen können. Erhältlich ist er ab sofort im Buchhandel, im Dötlinger Hofladen von Elke Krebs (Am Steinberg 1a) und bei Edeka Boekhoff (Hauptstraße 20) sowie ab Januar im Rathaus in Neerstedt.
Freuen sich über den neuen Bildband über die Gemeinde Dötlingen (von links): Jens Bührmann (Bürger- und Heimatverein), Antje Oltmanns (Bürgermeisterin), Hans-Hermann Schweers (Anzeigenkunde), Peter Kratzmann (Fotos im Bildband), Friedrich Ahlers (Plattdeutsch-Beauftragter Wildeshausen), Thea Freiberg (Dötlingen Stiftung) und Bernd Oeljeschläger (Texte im Bildband). BILD: Thilo Schröder
