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Neujahrsempfang der Gemeinde Großenkneten 200 Gäste stoßen aufs neue Jahr an

Herzliche Begrüßung beim Neujahrsempfang der Gemeinde Großenkneten.

Herzliche Begrüßung beim Neujahrsempfang der Gemeinde Großenkneten.

Christoph Koopmeiners

Großenkneten - Rund 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung Bildung, Kirche und Gesellschaft haben am Dienstagabend einen kurzweiligen und unterhaltsamen Neujahrsempfang der Gemeinde Großenkneten erlebt. Entscheidenden Anteil daran hatte Detlef Wutscheck alias Werner Momsen. Der Puppenspieler und Comedian moderierte den Abend und brachte das Publikum im Gasthaus Kempermann immer wieder zum Lachen. „Wir wollten mal etwas Neues ausprobieren“, sagte Bürgermeister Thorsten Schmidtke zur Begrüßung, nachdem er zuvor mit seiner Ehefrau Monique und an der Seite des Ratsvorsitzenden Torsten Deye und dessen Ehefrau Kerstin jeden Gast persönlich begrüßt hatte.

Güldner springt ein

Statt langatmiger Reden stellten sich Schmidtke, Landrat Christian Pundt, die CDU-Bundestagsabgeordnete Silvia Breher und der SPD-Landtagsabgeordnete Thore Güldner jeweils für einige Minuten den Fragen von Momsen. Güldner sprang kurzfristig für Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) ein, deren Büro den Empfang wegen anderer Termine absagte. Der Aschen­stedter Güldner, 27 Jahre alt und seit Kurzem im Landtag, erzählte, wie er in die Politik kam. Sein einstiger Fußballtrainer sei SPD-Mitglied und habe ihn angesprochen. Seine Schwerpunkte in Hannover: Schulpolitik und Verbraucherschutz. „Kompromisse sind nicht das Schlechteste im Leben und in der Politik“, meinte Güldner.

Sprache als Schlüssel

Silvia Breher als Abgeordnete in Berlin wurde von Werner Momsen auf die Silvesterböllerei in der Hauptstadt angesprochen. Sie könne nicht verstehen, dass Rettungskräfte mit Feuerwerkskörpern angegriffen werden. Ein Böllerverbot greife jedoch zu kurz. Der fehlende Respekt gegenüber Rettungskräften sei nicht nur an Silvester zu beobachten. Das Problem sei vielschichtig und nicht nur in der Migration zu suchen. Ein Ansatz sei die deutsche Sprache als Schlüssel zur Integration.

„Bei uns läuft’s“

„Bei uns im Landkreis läuft’s“, antwortete Landrat Pundt aufs Momsens Frage, wie die Region dastehe. „Wir leben in einer Super-Region, dicht an den Oberzentren Bremen und Oldenburg.“ Für dieses Jahr stünden das Klimaschutzkonzept, der Rettungsdienst und die Unterbringung geflüchteter Menschen oben auf der Agenda des Kreishauses.

14,3 Millionen Euro

Gut geht es offensichtlich auch der Gemeinde Großenkneten: „251 Firmen haben insgesamt 14,3 Millionen Euro an Gewerbesteuern gezahlt“, sagte Schmidtke. Die Zahl der Arbeitsplätze sei seit 2013 um 60 Prozent auf 5400 Jobs gestiegen. Für dieses Jahr erwarte die Gemeinde weiteren Zuwachs, wenn der Online-Händler Amazon seinen Betrieb im Metropolpark Hansalinie aufnimmt.

Schüler musizieren

Mehrfach trat beim Neujahrsempfang die Band-AG der Graf-von-Zeppelin-Schule Ahlhorn unter Leitung von Felix Sven Barrenschee auf. Die Schülerinnen und Schüler spielten Stücke wie „Mamma Mia“, „Dandelions“ und „Bella Ciao“. Barrenschee griff auch selbst zum Mikrofon und sang „Rise like a phoenix“, mit dem Conchita Wurst den ESC gewann.

Gäste aus der Ukraine

Am Neujahrsempfang nahm auch wieder eine Delegation aus Großenknetens polnischer Partnergemeinde Suprasl mit Bürgermeister Radoslaw Dobrowolski teil. Erstmals zu Gast war eine Delegation aus Suprasls Partnergemeinde Kamianka-Buzka in der Ukraine. Deren Bürgermeister Oleg Omelyan bedankte sich ausdrücklich für den Krankentransportwagen und die Medikamente, die vor einigen Monaten die Johanniter in Ahlhorn zur Verfügung gestellt hatten. Beide Bürgermeister gingen vor allem auf den Krieg in der Ukraine ein.

Auszeichnungen

Zu einem Neujahrsempfang gehört auch die Ehrung verdienter Bürger. So zeichnete Bürgermeister Schmidtke Renate und Heinrich Voß aus Steinloge für fast 50 Jahre ehrenamtliches Engagement im Schützensport aus. Applaus erhielten auch Helga Huntke sowie Monika und Wolfgang Siebert für die Betreuung der Ausgabestelle Ahlhorn der Wildeshauser Tafel seit 2013. Ihnen war es wichtig, zu betonen, dass sie die Auszeichnung nur stellvertretend für ihr Team in Empfang nehmen. Der Bürgermeister zeichnete ferner Annegret Martens und Peter Emmrich aus. Sie sammeln regelmäßig und unentgeltlich Müll in Ahlhorn bzw. Großenkneten auf.

Christoph Koopmeiners Redaktion Cloppenburg
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