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Ganderkeseer bietet Nordic-Walking-Kurse an Wie Michael Harms dem Schmerz davonlief

Ganderkesee - „Heute bin ich schmerzfrei“, sagt Michael Harms glücklich – zu verdanken habe er das dem Nordic Walking. Als Trainer hat er sich nun in Ganderkesee selbstständig gemacht.

Aber von vorn. In Kiel geboren, führte ihn sein Weg beruflich zur Bundeswehr. Als leidenschaftlicher Sportler und Rettungstaucher bewegte er sich immer gern, erzählt der 62-Jährige. Bis Michael Harms im Jahr 2000 einen schweren Verkehrsunfall erlitt. Lähmungserscheinungen, ein Bandscheibenvorfall im Hals-Nacken-Bereich und andere Spätfolgen machten die meisten Sportarten unmöglich – und Schmerzen wurden ein Teil seines Lebens. „Das hat sich über Jahre hingezogen“, erzählt Michael Harms. Die Behandlung erfolgte in erster Linie über Physiotherapie.

Nicht selbst beibringen

Linderung brachte erst eine neuentdeckte Sportart: „Irgendwann kam Nordic Walking auf“, sagt Harms, der diesen Sport gemeinsam mit Bundeswehrkameraden bei einem Lehrgang ausprobierte.

Und er blieb dabei: „Durch die Technik wurde ich immer mehr schmerzfrei, weil man intensiv die Arme mit den Stöcken mitbewegt“, erinnert sich Michael Harms zurück. Mit seinen Kameraden nahm er sogar an Nordic-Walking-Turnieren teil.

Diese Kurse werden angeboten:

Ein umfassendes Angebot möchte Michael Harms machen. So berät er auch über die richtige Ausrüstung. Für die Kurse stellt er Teilnehmenden die Stöcke.

Um möglichst viele anzusprechen, bietet Harms Grund- und Fitnesskurse, Schnupperstunden, Einzel- oder Paartraining, Lauftreffs und Firmenevents an. Verschiedene Präventionskurse runden das Angebot ab. Dafür möchte er auch mit Hausärzten und Physiotherapeuten kooperieren.

Eine Besonderheit hat er sich noch überlegt: Wer nach einem Kurs bei ihm die Technik zu 75 Prozent nicht beherrscht (nach seiner Einschätzung), darf den Kurs kostenfrei wiederholen.

Seiner Frau und auch Freunden habe er den Sport schon beigebracht, nun möchte er ihn auch anderen nahebringen: Daher hat sich Michael Harms jetzt als Trainer selbstständig gemacht. Dafür hat er, der seit 2012 pensioniert ist, im vergangenen Jahr seinen Trainerschein erneuert und ein Nebengewerbe angemeldet.

„Es gibt so viele schöne Walking-Möglichkeiten im Oldenburger Land“, schwärmt Harms von seiner neuen Heimat. So sieht er auch immer wieder Menschen, die mit Nordic-Walking-Stöcken laufen. Allerdings betont er: „Nordic Walking kann man sich nicht selbst beibringen.“

600 Muskeln im Einsatz

Bei dem Fitness- und Ganzkörpersport, bei dem über 600 Muskeln – etwa 90 Prozent der Gesamtmuskulatur – beansprucht würden, käme es vor allem auf die richtige Technik an. Zwischen 400 und 600 Kalorien könnten dabei pro Stunde verbrannt werden, außer Joggen biete das kaum ein anderer Sport. „Aber Nordic Walking ist gelenkschonender“, sagt Michael Harms. Und es sei für jeden geeignet, da die Geschwindigkeit angepasst werden kann – das geht bis zum Nordic Running.

Um möglichst viele anzusprechen, bietet er viele verschiedene Kurse an: Grund-, Fitness-, verschiedene Präventions- und auch Schnupperkurse. Später plant er auch Lauftreffs, bei denen es gesellig zugehen soll.

Und bis dahin holt Michael Harms auch heute noch, wenn ihm mal etwas wehtut, die Stöcke raus und geht laufen.

Jana Budde
Jana Budde Redaktion Wildeshausen
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