Oberhausen - Eigentlich hatten sich die 90 Frauen und Männer des Seniorenclubs Neuenkoop/Hude schon am 17. März auf die Feier zum 50-jährigen Bestehen gefreut. Auch ihnen machte Corona einen Strich durch die Planung. Doch nach dem Motto „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ füllte sich nun am Sonntag der Saal im Gasthaus „Zur Krone“ mit 80 Mitgliedern in bester Feierlaune.
Rückblick
Für eine gelungene Würdigung des Jubiläums sorgte Vorsitzender Frank Göllner auf bekannte Art und Weise. Er präsentierte gleich zu Beginn die verschollen geglaubte Sitzungsglocke. 25 Jahre war sie verschwunden. Mit ihr hatten sich die Gründungsmitglieder und der erste Vorsitzende Gerd Koopmann sowie dessen Nachfolger Karl Logemann und Irma Niekamp einst bei den Versammlungen Gehör verschafft. Nun läutete Göllner energisch die Tischglocke, um seinen Jubiläumsrückblick zu starten. Übrigens: Auch der neue Wimpel war rechtzeitig zum Festtag fertig geworden.
„Da sich der Gesangsverein Ende 1970 aufgelöst hatte, kam die Idee auf, für ältere Menschen gesellige Nachmittage zu organisieren“, blickte der Vorsitzende auf die Anfänge des Seniorenclubs zurück. Am 15. März 1971 wurde die Gründungsversammlung mit 24 Personen bei Lohse abgehalten. Bis 1980 hielt Gerhard Koopmann das Vereinszepter in der Hand. 1980 folgte ihm Karl Logemann. Der wollte aber 1996 nicht mehr länger im Amt bleiben. Das „Aus“ für den Seniorenclub drohte. Frank Göllner bezeichnete es als „göttliche Fügung“, dass Pastor Ingmar Hamann (Neuenhuntorf) als Vorsitzender einsprang und Irma Niekamp aus Harmenhausen an seine Seite holte. 2004 folgte Karl Bulling als neuer Vorsitzender. Nach zehn Jahren gab er den Vorsitz ab. Wieder drohte das „Aus“. Doch Pastor Hamann half, Frank Göllner für den Vorsitz zu werben.
Viele Aktionen
Seit 2015 füllt Göllner das Amt mit Bravour und Zuverlässigkeit aus. „Unzählige Kaffeenachmittage, ein- und mehrtägige Busfahrten wurden unternommen, an Seniorennachmittagen der Schützenvereine teilgenommen und Grillnachmittage sowie Weihnachtsfeiern besucht“, so Göllner. Und er schaffte auch das: Nach mehrfachen Wechseln des Vereinslokals hat der Seniorenclub heute in Oberhausen im Gasthaus „Zur Krone“ eine Heimat gefunden.
Für musikalische Unterhaltung an der Drehorgel sorgte dann Dirk Rittersen aus Stuttgart. Er macht zurzeit auf dem Campingplatz in Berne Urlaub und wurde vom Seniorenclub sofort engagiert. Über die „Fünf Gebote für Senioren“ berichtete auf launige Weise Karin Gebel in Versform.
