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Oberschule Ganderkesee Taschengeld hilft Ukraine-Flüchtlingen

Die Klassensprecher und Schülervertreterinnen der Oberschule Ganderkesee haben Andreas Lange von der Initiative „Ganderkesee hilft“ (Mitte) einen Scheck überreicht. Bei vielen Aktionen kam Geld für die Ukraine zusammen.

Die Klassensprecher und Schülervertreterinnen der Oberschule Ganderkesee haben Andreas Lange von der Initiative „Ganderkesee hilft“ (Mitte) einen Scheck überreicht. Bei vielen Aktionen kam Geld für die Ukraine zusammen.

Antje Rickmeier

Ganderkesee - Waffeln backen, Pfandflaschen sammeln und Kuchen verkaufen: Mit verschiedenen Aktionen haben Schüler und Schülerinnen der Oberschule Ganderkesee Geld für die Ukraine gesammelt. Für Andreas Lange von der Initiative „Ganderkesee hilft“ hat die Spende der Kinder und Jugendlichen einen besonderen Stellenwert: „Mir geht das Herz auf, wenn Menschen in eurem Alter sich darüber Gedanken machen. Das finde ich klasse und ziehe den Hut davor“, sagte er bei der Scheckübergabe am Mittwoch.

Alle Klassen dabei

In den vergangenen Wochen hatten alle Klassen der Schule besondere Aktionen organisiert: Einige Kinder und Jugendliche verkauften Waffeln an Mitschüler und Lehrer, andere backten Kuchen. Darüber hinaus stellten die beiden Schülersprecherinnen Gabriela Elia und Lea-Marie Corallo eine grüne Mülltonne auf, in die Pfandflaschen geworfen werden konnten. Auf diese Weise kamen 450 Euro zusammen. Beratungslehrer Jan-Eric Zwahr hob hervor, dass es sich bei dem Geld nicht um externe Spenden, sondern um das Taschengeld der Schüler handele. Besonders wichtig sei der regionale Bezug der Spende gewesen. Deshalb stellte ein Schüler den Kontakt zu Andreas Lange her, der mit Klaus Heinrich die Initiative „Ganderkesee hilft“ gegründet hat.

Rucksack packen

Die Nachrichten über den Krieg in der Ukraine und das Schicksal der Flüchtlinge beschäftigen die Schülerinnen und Schüler: „Wir wollten nicht nur rumsitzen, sondern etwas machen“, sagte Lea-Marie Corallo. Auch weiterhin sollen an der Schule Spenden gesammelt werden. Inzwischen sind auch die ersten ukrainischen Mitschüler in Ganderkesee angekommen. Insgesamt fünf Anmeldungen gab es nach Angaben von Konrektor Steven Behrens bisher. Dass ein Mädchen aus der Ukraine kein Schulmaterial hatte, brachte die Schülervertreterinnen auf eine weitere Idee: Pro Klasse wollen sie einen Rucksack mit Stiften und Papier für die allerersten Tage in der neuen Schule packen.

Die Initiatoren von „Ganderkesee hilft“ haben inzwischen rund 100 Tonnen an Hilfsgütern in einen kleinen Ort an der ukrainischen Grenze gebracht. Nach Angaben von Andreas Lange leben dort rund 300 Menschen – vor allem Frauen mit kleinen Kindern – in einem früheren Schulgebäude. Weitere 400 Menschen müssten im Umland versorgt werden. Besonders dringend benötigt würden Lebensmittel, Hygieneartikel, Medikamente und Babynahrung. Da diese Dinge inzwischen in Märkten vor Ort gekauft werden können, helfen laut Lange vor allem Geldspenden. „Wir führen genauestens Buch und können nachweisen, dass das Geld dort angekommen ist.“

Antje Rickmeier
Antje Rickmeier Redaktion Ganderkesee
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