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Oldie-Frühschoppen in Vielstedt Warum Detmar Claußen wieder auf die Bühne zurückkehrt

In seinem Proberaum: Detmar Claußen beim Musikmachen.

In seinem Proberaum: Detmar Claußen beim Musikmachen.

Christin Hufer

Hude/Vielstedt - „Vielleicht tun wir es aber doch noch einmal.“ Das waren die Worte des Huder Musikers Detmar Claußen nach dem Oldie-Frühschoppen im vorigen Jahr. Eigentlich sollte es der letzte Auftritt des 78-jährigen Vollblutmusikers werden – so zumindest sein Plan. Doch beflügelt von der Stimmung der Veranstaltung, war für ihn klar: Das war noch nicht das letzte Mal. So ruft er erneut am Sonntag, 20. August, zum „Huder Oldie-Frühschoppen mit Detmar and friends“ ab 11 Uhr auf der Freiluftbühne am Vielstedter Bauernhaus auf.

Reise in Vergangenheit

Mit seinen „friends“ meint Claußen zum einen die befreundete Band „Union Five“, zum anderen seine Band „The Racketeers“, in der Claußen der Frontmann ist. Beide Bands eint, dass sie in der Region in den 1960er- und 70er-Jahren angesagt waren. Sie tourten durch Veranstaltungsorte wie Admiral Brommy in Brake, La Palma in Delmenhorst, der Döhler Krug in Döhlen, die Kasinogaststätte in Ahlhorn oder auch das Gasthaus Kempermann in Großenkneten. Für Claußen war das eine unvergessliche Zeit – aber auch für viele andere Menschen, erklärt er. Gemeinsam werden sie diesmal wieder in Erinnerungen schwelgen, vergangene Tage aufleben lassen, aber auch im Hier und Jetzt feiern.

Gute Freunde

Neben Claußen werden auch seine Freunde Josef Bohmann, Ferdi Engelmann, Peter Gloystein, Roland Grosser, Profimusiker Vincent Heller, Karl-Heinz Knagge, Bernhard Möhlenbrock, Bernd Schumacher, seine Schwiegertochter Ulla Siedenburg-Claußen und seine Enkelin Merle Crull auf der Bühne stehen. Dabei wird deutlich, dass nicht längst alle mehr „Oldies“ sind. Denn Heller ist beispielsweise 27 Jahre alt und lebt in Hannover. Auch, wenn er selbst noch kein Oldie ist, fühlt er sich der Musik schon jetzt verbunden. Bereits im vorigen Jahr war er beim Oldie-Frühschoppen mit dabei. „Mein Gott, hat der eine Gitarre gespielt“, sagt Claußen schwer beeindruckt.

Im Gespräch mit ihm ist seine große Leidenschaft für die Musik nicht zu übersehen. „Ich mache schon seit 63 Jahren Musik“, sagt er. Mit 15 Jahren – als Maurer-Lehrling – fing er damals mit seinen Freunden an, die ersten Konzerte zu geben. Die „Racketeers“ erlangten große Beliebtheit – vor allem in ihrer Hochzeit von 1961 bis 1965.

Das Lebenselixier

An diese Zeit denkt Claußen gern zurück. Viele Anekdoten fallen ihm dann ein und nicht selten verfällt er in schallendes Lachen. Die Musik ist sein Leben, sagt der 78-Jährige heute. Sie hat ihn durch Schicksalsschläge gebracht. „Ohne die Musik und meine Frau hätte ich das alles nicht gepackt“, sagt er. Er spricht dabei von dem Jahr 2013. Claußen sollte an den Augen operiert werden. Doch bei der Operation wurde sein Sehnerv beschädigt, sodass er seitdem stark sehbehindert ist.

Doch auf seine Familie und seine Frau Barbara Claußen habe sich der 78-Jährige immer verlassen können und seinen Frohmut nicht verloren, erklärt er. „Ich mache immer noch den gleichen Blödsinn wie damals“, sagt er mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Die damaligen Zeiten lassen „Detmar and friends“ auf der Waldbühne mit Klassikern, wie unter anderem „Banjo-Boy“, „Joe“, „Mary Lou“ und „Sweet Caroline“, aufleben. Karten sind an der Tageskasse oder im Vorverkauf im Vielstedter Bauernhaus (Am Bauernhaus 1) erhältlich. Auch Tischreservierungen sind für die Veranstaltung möglich.

Christin Hufer
Christin Hufer Redaktion Wildeshausen
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