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CDU will „Bookholzberg unten“ aufwerten Schnöde Schotterfläche könnte schicker Dorfplatz werden

Setzen sich für die Ortsentwicklung von „Bookholzberg unten“ ein: Gerd Hanken, Heinke Wübbenhorst und Philipp Albrecht fordern die Umgestaltung des Platzes vor der „Alten Molkerei“. Foto:

Setzen sich für die Ortsentwicklung von „Bookholzberg unten“ ein: Gerd Hanken, Heinke Wübbenhorst und Philipp Albrecht fordern die Umgestaltung des Platzes vor der „Alten Molkerei“. Foto:

Thorsten Konkel

Bookholzberg - Gerd Hanken und Heinke Wübbenhorst haben eine Vision: Wenn der in die Jahre gekommene Parkplatz und das angrenzende Gelände der „Alten Molkerei“ an der Nutzhorner Straße neugestaltet werden, könnte das den Anstoß für eine umfassendere Aufwertung von „Bookholzberg unten“ geben und zudem den Radverkehr sicherer machen. Denn die Verkehrssituation entlang der Nutzhorner Straße ist nicht nur zu Spitzenzeiten alles andere als ungefährlich für Radler.

„Immer wieder kommt es im Begegnungsverkehr zu Problemen“, beschrieb CDU-Fraktionschef Philipp Albrecht jetzt beim Ortstermin die Lage. Weil es so gefährlich sei, nutzen Radler den Fußweg oder gleich die Abkürzung über die als Pendlerparkplatz genutzte Fläche.

Radweg sicherer machen

Darum sollte eine Neugestaltung auch den Fußweg an der Nutzhorner Straße mit einbeziehen. Die Überlegungen gehen sogar noch weiter: Schon jetzt nutzten viele Rad-/Bahnpendler einen „Schleichweg“ an der Lärmschutzwand entlang der Gleise zum Bahnhof und querten dabei den einfachen Schotterplatz mit seinen tiefen Schlaglöchern. Eine bessere Anbindung dieser Zuwegung sei also mitzubedenken.

Zudem, regt Albrecht an, könnten Sitzgelegenheiten und eine Entwässerung die Aufenthaltsqualität verbessern. Dass eine Erneuerung dringend nötig sei, beschreibt Heinke Wübbenhorst: „Dort hat sich seit 35 Jahren nichts getan.“

Neuer Dorfplatz möglich

Hanken ist sich sicher, dass aus dem jetzigen „Schandfleck“ mit richtiger Zuwendung ein zum Verweilen einladender Dorfplatz werden könnte – und die Parkplätze trotzdem erhalten blieben: „Die Fachplaner können alle Belange miteinander vereinen.“

Doch bis sich ein Planungsbüro mit dem Platz, der nicht nur nach starken Regenfällen den Charme eines Schwarzen Lochs hat, befasst, muss der CDU-Antrag erst einmal die nötigen Gremien passieren. Umsonst ist bekanntlich nichts zu haben, Albrecht rechnet mit Kosten in mindestens sechsstelliger Höhe.

Für das aus Landes- bzw. EU-Geldern gespeiste Förderprogramm „Perspektive Innenstadt“, durch das die Gemeinde derzeit die Aufwertung von Bereichen in den Hauptorten Ganderkesee und Bookholzberg finanzieren lässt, kommt der Antrag zu spät. „Da mussten sehr kurzfristig konkrete Vorhaben eingereicht werden“, erklärt Hanken. Projekte, wie das nun von seiner Fraktion beantragte, sollte die Gemeinde aber in der Hinterhand haben, um bei weiteren Förderangeboten rasch reagieren zu können.

Dass die Aufwertung des Areals nicht sogleich erwartet werden könne, weiß auch Albrecht: „Wir rechnen nicht damit, dass das noch in den Nachtragshaushalt 2022 kommt, wohl eher 2023.“ Minimalziel sollte es sein, das Projekt noch in dieser Legislaturperiode umzusetzen.

Thorsten Konkel
Thorsten Konkel Redaktion Ganderkesee
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