In der ländlichen Reiterei habe die freundschaftliche Atmosphäre einen hohen Stellenwert, erläuterte Sjef van Roovert, seit 1995 Mitglied der dreiköpfigen Kommission. Die EM gebe es seit 1952. Sie wird alle zwei Jahre ausgetragen, in Deutschland habe sie zuletzt 1989 in Wiesbaden stattgefunden. Der Kommission hat unter anderem dafür zu sorgen, dass das Niveau der Herausforderungen bei den Meisterschaften möglichst gleich ist. Mit dem Trio erabeitet jeweils ein Mitglied des Gastgeberlandes zusammen, bei der EM in Ganderkesee ist dies André Jonker.
Laut Bettina Behrens, Pressesprecherin des Reitervereins Ganderkesee, steht die Zeiteinteilung im Groben bereits fest: Am 10. August ist die Verfassungsprüfung vorgesehen, am 11./12. August die Dressur, am 13. August geht‘s ins Gelände, am 14. August folgt das Springen. Die EM solle mit der Sichtung für die EM der Jungen Reiter (CIC**) kombiniert werden und im Rahmenprogramm auch Show bieten.
Van Roovert rechnet damit, dass etwa 50 bis 60 Reitern an den Start gehen. Als sicher gilt für ihn die Teilnahme von Aktiven aus Belgien, den Niederlanden, Großbritannien, Österreich, Deutschland (Vertreter diese Staaten waren am vergangenen Wochenende bereits vor Ort) sowie der Schweiz und Schweden.
Ob weitere Staaten hinzukommen, sei offen. Jedes Land könne bis zu acht Reiter melden. Mannschaften könnten aus vier bis sechs Aktiven gebildet werden, daneben gibt es eine Einzelwertung. Die Anlage in Ganderkesee sei „phantastisch“ für die Europameisterschaft geeignet, befand van Roovert.
