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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg

Tiere grüßen an der Autobahn

12.09.2017

Ostrittrum Aufmerksame Autofahrer haben es vielleicht schon gesehen: eines von zwei großen, braunen Hinweisschildern auf den Tierpark Ostrittrum, aufgestellt auf den Seitenstreifen der beiden Fahrtrichtungen der Autobahn 28 kurz vor der Abfahrt Hatten/Munderloh. Seit Ende August weisen die Schilder auf den Tierpark der Familie Riesmeier hin.

Dieser ist ein Privatunternehmen und hat dadurch eigentlich keinen Anspruch auf eine solche Beschilderung. „Im Regelfall wird durch die großen Schilder an Autobahnen nur auf Kultur- oder Landschaftsziele, Denkmäler oder Erholungsgebiete hingewiesen. Da halten wir uns an die Richtlinien für touristische Hinweisbeschilderung“, weiß André Hauser von der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Oldenburg.

Und warum hat es mit dem Tierpark dann dennoch geklappt? „Wir erfüllen trotzdem die notwendigen Kriterien“, sagt Tanja Riesmeier, die den Antrag im November 2016 eingereicht hatte. Dazu gehört, dass das Ziel höchstens zehn Kilometer von einer Autobahnabfahrt entfernt liegt, genügend Parkplätze vor Ort zur Verfügung stehen und die Attraktion ganzjährig geöffnet hat. „Das ist bei uns ja nicht so. Wir haben acht Monate lang Saison. Aber weil wir ein umklappbares Schild konzipiert haben, das im Winter dann unkenntlich gemacht wird, war das in Ordnung“, erklärt Tanja Riesmeier. Ein weiteres Kriterium ist sehr wichtig: die Besucherzahlen. Um für ein Hinweisschild infrage zu kommen, müssen es mindestens 100 000 sein. „Wir haben im März 2016 ein zertifiziertes Kassensystem angeschafft, welches die Besucher genau registriert. Somit konnten wir nachweisen, dass wir diese Besucherzahl schaffen und sogar überbieten“, ist Tanja Riesmeier stolz.

Von der Bewerbung bis zur tatsächlichen Aufstellung des Schildes war es allerdings noch ein langer Weg: Der Antrag wird zuerst in einem Anhörungsverfahren mit allen Beteiligten besprochen. In diesem Fall kamen auch die Landkreise und touristischen Verbände zur Entscheidung dazu.

Ein weiteres Hindernis ist die Standortsuche. „Die Verkehrssicherheit am Schilder-Standort muss gewährleistet sein. Zudem muss ein Statiker bewerten, ob das aufzustellende Schild an der ausgesuchten Stelle sicher angebracht werden kann“, zeigt André Hauser den Verlauf des Verfahrens auf.

Und auch der Antragsteller – in diesem Fall der Tierpark – ist mit Abgabe des Antrages erst am Anfang. Er muss nämlich das Design des Schildes selbst entwerfen, sich außerdem eine Firma suchen, die die Schilder anfertigt und danach aufstellt, und vor allem die Kosten selbst tragen. „Wir haben einen Kleinwagen investiert. Aber das ist es uns allemal wert. Wir glauben, dass es viel bringen wird“, sagt Tanja Riesmeier.

„Wir lieben dieses Schild. Als ich die Nachricht bekam, dass es endlich steht, bin ich erstmal mehrfach die Autobahn rauf und runter gefahren“, erzählt sie und lacht. In Zukunft kann der Tierpark also auf noch mehr Besucher hoffen.

Imke Harms Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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