Landkreis/Delmenhorst - Sterbenskranke Menschen und ihre Angehörigen befinden sich in einem extremen Ausnahmezustand – oft fühlen sie sich hilflos der Situation ausgeliefert. Das hat man auch im Palliativstützpunkt Landkreis Oldenburg und Delmenhorst erkannt: „Gerade die Angehörigen möchten für die Erkrankten sorgen, wissen jedoch oft nicht wie“, sagt Koordinator Björn Buchmann. Künftig können Betroffene auf eine Broschüre zurückgreifen, die von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Palliativstützpunktes mit viel Motivation und Engagement zusammengestellt wurde.

„Die Angehörigen stehen oft vor der Herausforderung, viele Entscheidungen im Sinne der Erkrankten treffen zu müssen und sie fühlen sich damit alleine“, weiß Haik Westendorf, die als leitende Koordinatorin an der Erarbeitung der Broschüre beteiligt war. „Die Broschüre erklärt in verständlicher Sprache für Patienten, deren Angehörige und Nahestehende, was in den letzten Tagen und Stunden passiert und was dann zu tun ist.“ Das Palliativ-Team möchte mit der Broschüre Sicherheit vermitteln und leicht umsetzbare Möglichkeiten aufzeigen – für eine Entlastung der Angehörigen und auch für ein gesteigertes Wohlbefinden der Schwerkranken.

Das multiprofessionelle Team des Stützpunktes stellt die spezialisierte ambulante Palliativversorgung für den Landkreis Oldenburg und die Stadt Delmenhorst sicher. Im vergangenen Jahr wurden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern insgesamt 300 Patienten in vertrauter häuslicher und familiärer Umgebung versorgt. Palliativversorgung dient dem Ziel, bei schwerstkranken Menschen mit einer begrenzten Lebenszeit die Lebensqualität und Selbstbestimmtheit weitestgehend zu erhalten oder zu verbessern. Wer mehr über den Palliativstützpunkt und die Broschüre erfahren möchte, erreicht das Team unter Tel. 04222/9414580.