Wohlde - „Es war eine spannende Sache für uns selbst, aber auch für die Gegend“, blickt Sören Pedersen zurück: Der Betreiber des Turnier- und Ausbildungsstalls „Pedersen Sporthorses“ in Wohlde hat am Pfingstwochenende mit seinem Team erstmals ein internationales Turnier im Springreiten veranstaltet.
Region belebt
Turniere, auch mit internationaler Beteiligung, haben hier schon häufiger stattgefunden, dieses war aber eine Nummer größer – und zugleich das erste internationale Turnier im Landkreis Oldenburg. Große Unterschiede zu den bisherigen Veranstaltungen: die höheren Preisgelder und die Tatsache, dass die gemeldeten Teilnehmenden alle drei Tage vor Ort verbrachten. 60 bis 80 Übernachtungsgäste in den Hotels der Gegend habe man gehabt, schätzt Pedersen: „Wir haben also auch Leute in die Region gebracht.“ Und auch Zuschauer seien viele vor Ort gewesen. „Die Leute haben sich wieder danach gesehnt. Auch einfach normal miteinander zu schnacken.“
Nun müsse erstmal eine Bilanz gezogen werden, auch finanziell. Eine Wiederholung sei aber sehr gut vorstellbar, Pedersen denkt an einen zweijährigen Rhythmus: „Es ist viel Arbeit, aber es hat auf jeden Fall Spaß gemacht.“
Der 52-Jährige hat jahrelange Erfahrung als Trainer und Springreiter. Einen eigenen Hof zu haben, sei schon als Kind sein Traum gewesen. Auch seine Geschwister seien pferdebegeistert, seine Schwester in Dänemark mache dasselbe wie er. Denn dort kommt Pedersen gebürtig her. Er hat zwar zunächst eine Ausbildung zum Gärtner gemacht – seine Eltern hatten eine Gärtnerei –, ist dann jedoch losgezogen, um seinen Traum zu verwirklichen. Mit dem ehemaligen österreichischen Springreiter Hugo Simon habe er gearbeitet, bevor er in die Region gekommen sei, um in Thedinghausen mit dem Springreiter Gerd Wiltfang zu arbeiten.
Kunden aus Ausland
Nach drei Jahren mit Wiltfang habe er sich 1996 gemeinsam mit seiner Frau Imke in Bargloy selbstständig gemacht. Das war nicht immer einfach, wie er sagt: „Ich bin hier mit nichts angekommen. Es war nicht einfach, sich zu behaupten“, erinnert sich Pedersen. Finanziell sei es eine Herausforderung gewesen, aber auch dadurch, dass er kein Deutsch sprach. Doch der Erfolg kam. Auch Sohn Nicolas arbeitet mit im Stall, während sein Bruder Jonas eine Ausbildung zum Kaufmann macht.
2002 ist der Hof nach Wohlde umgezogen und hat zwei Standorte, an denen aktuell etwa 50 Pferde untergebracht sind. Neben dem Training und der Ausbildung von Pferden wird dort auch Zucht betrieben. Etwa 98 Prozent der Kunden kämen aus dem Ausland, schätzt Pedersen: „Pferde sind ein Weltmarkt.“
