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Prüfung zur Meisterin als Beste bestanden Klattenhoferin setzt in Pferdezucht bundesweit ein Ausrufezeichen

Hat mit der Note 1,5 ihren Meister gemacht: Lea Sophie Holtmann aus Klattenhof

Hat mit der Note 1,5 ihren Meister gemacht: Lea Sophie Holtmann aus Klattenhof

Peter Kratzmann

Klattenhof - Lea Sophie Holtmann aus Klattenhof ist der Stolz anzusehen: Sie konnte die Prüfung als Pferdewirtschaftsmeisterin, Fachrichtung Pferdezucht, deutschlandweit als beste Teilnehmerin ablegen. Mit der Note 1,5 schaffte sie die Meisterprüfung. Sie erhielt dafür neben dem Meisterbrief die Graf-von-Lehndorff-Plakette in Silber, verliehen durch die Deutsche Reiterliche Vereinigung, sowie eine Sonderauszeichnung mit Pferdedecke und Gutschein.

Zwei Jahre

Blickt die 26-Jährige auf ihre Leistung zurück, berichtet sie vom intensiven Zeitaufwand. „Knapp zwei Jahre dauerte die Ausbildung zur Meisterprüfung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen“, schildert Holtmann. Start war im Oktober 2021. Sie absolvierte 15 Lehrgangswochen an verschiedenen Standorten.

Zum Meisterkurs gehörten drei Schwerpunkte: In Teil eins stehen Pferdehaltung, -einsatz, -zucht und Dienstleistungen im Mittelpunkt. „Mit schriftlicher Klausur, einer Meisterarbeit über mindestens 40 Seiten und Präsentation dieser Arbeit sowie mündlichem Fachgespräch war das schon recht umfangreich.“ In Teil zwei geht es um die Betriebs- und Unternehmensführung in gleicher Prüfungsform und im dritten Teil der Meisterausbildung stehen die Berufsausbildung und die Mitarbeiterführung im Mittelpunkt. „Hier wird wiederum eine Klausur geschrieben.“ Eine Ausbildungssituation mit Auszubildenden ist ferner Inhalt sowie eine Fallstudie. Das sei zwar arbeitsintensiv, aber auch spannend. Während des Kurses bekomme man keine Rückmeldung, wie man abgeschnitten hat.

Begabtenförderung

Ihren Meister machte Holtmann berufsbegleitend. Sie war auf dem Hof Kleemeyer Gbr. in Weyhe angestellt. „Dort hatte ich schon zuvor meine Ausbildung gemacht.“ Und auch damals schnitt die heutige Meisterin in ihrem Jahrgang als beste Nachwuchspferdewirtin ab. Dafür gab es ein Stipendium, allerdings mit Eigenanteil.

Heute arbeitet die 26-Jährige zusammen mit Schwester Pia auf dem elterlichen Betrieb mit 50 Pferden, Reitpferdepension und Zuchtstuten sowie Aufzuchtpension und Ausbildung der eigenen Pferde. Zur Hälfte arbeitet sie zudem in einer Hengststation im Vechtaer Raum im Bereich Zucht, Aufzucht und Ausbildung. Daneben absolviert sie ein Fernstudium im Agrarmanagement. Ehrenamtlich ist Holtmann Vorsitzende der Oldenburger Jungzüchter und versucht jungen Menschen Fachwissen rund ums Pferd zu vermitteln.

„Sektor im Wandel“

Mit Blick in die Zukunft ist es für die Klattenhoferin wichtig, breit aufgestellt zu sein. „Der gesamte Agrarsektor ist im Wandel. Langfristig möchte ich gerne den eigenen Betrieb führen. Aber erst einmal das Studium abschließen und dann sehen, was die Zeit bringt“, erklärt sie.

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