Mit einer Fahrt durch die Gemeinde anstelle einer großen Feier beging die Ganderkeseer Senioren-Union jetzt ihr Jubiläum: „Eigentlich feiern wir unser 25-jähriges Bestehen erst im November, aber eine solche Tour macht bei gutem Wetter einfach mehr Spaß“, erklärte die Vorsitzende Ursula Sachse. Hintergrund der Tour: Viele der Senioren seien kaum noch mobil. Sie lesen zwar ständig in der Zeitung von Bauvorhaben und Veränderungen in ihrem Ort, könnten sich aber selten ein eigenes Bild davon machen. Daher habe Busfahrer und Ratsherr Hillard Bley die 20 Senioren zu allen interessanten Orten gefahren. Ratsfrau Cindy Klüner spielte die „Gästeführerin“: Sie gab Informationen zu den einzelnen Vorhaben und erläuterte diese aus Sicht der CDU-Fraktion. Besucht wurden unter anderem die Flächen für die geplanten Windkraftanlagen in Schönemoor, die Feuerwehrtechnische Zentrale in Ganderkesee, das Neubaugebiet Neddenhüsen, das neu gestaltete Camping-Gelände am Falkensteinsee und die neuen Einkaufsmärkte in Ganderkesee. Am Ende der Tour stand eine üppige Kaffeetafel in Lüschens Bauerndiele in Stenum.

Ein Bus voller Besucher war es nicht ganz beim jüngsten „concerto“ der regio-VHS Ganderkesee-Hude. Zwar kamen am Dienstagabend nur gut 20 Jazzfreunde zum Gastspiel des Conrad-Schwenke- Trios ins Haus Müller, aber das, fand Musikpädagoge Stefan Lindemann als Organisator des Abends, waren „gar nicht mal so wenig angesichts des Grillwetters.“ Dass sie die kleine Bühne beherrschen, bewiesen Conrad Schwenke (Piano), Michael Bohn (Bass), Julian Nicolaus (Drums) und Gitarrist Si mon Wallach, der das Trio kurzfristig zum Quartett machte, mit eingängigen Eigenkompositionen, überwiegend aus dem Bereich Modern Jazz.

Nichts mit Musik, sondern mit Politik hatte ein Fernsehauftritt zu tun, für den die Hohenbökenerin Ursula Mitschker am Dienstag nach Hamburg gereist ist. Sie zählte zu 200 Zuschauern, die in der ARD-Sondersendung „Wahlarena“ live Fragen an die EU-Spitzenkandidaten Jean-Claude Juncker und Martin Schulz richten durften. Ihr Thema: das umstrittene transatlantische Freihandelsabkommen. „Die USA haben in puncto Verbraucherschutz, Umweltschutz und Arbeitssicherheit völlig andere Standards als wir“, argumentiert Ursula Mitschker. Beide Gesprächspartner hätten immerhin signalisiert, nicht zu einer Absenkung der europäischen Standards bereits zu sein, so Mitschker. Zu einer tiefergehenden Diskussion sei es jedoch aufgrund der Vielzahl der Themen am Dienstag nicht gekommen. Positiv bewertet sie aber, dass in der Sendung „endlich inhaltlich diskutiert“ wurde, nachdem in den vergangenen Wochen „der Wahlkampf fast nur mit Floskeln betrieben“ worden sei. Der Appell der Hohenbökenerin: Wähler möchten ganz genau hinschauen, was das Freihandelsabkommen eigentlich für sie bedeutet. Sie selbst ist überzeugt: „Europa liefert sich mit den USA damit vertraglich aus!“