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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Demografischer Wandel: 20 Jahre voller Herausforderungen nahen

04.01.2017

Ganderkesee Demografischer Wandel: Die Gesellschaft überaltert, die jungen Menschen „sterben aus“, die alten leben länger. Eine Entwicklung, die schon anders war und genau dieser Umstand wird auch die Gemeinde Ganderkesee in den kommenden Jahren vor Probleme stellen.

„Wir wissen, dass heute 9459 Menschen im Alter von über 60 Jahren in der Gemeinde Ganderkesee leben“, erklärt Erika Lisson, Beisitzerin im Seniorenbeirat, im Gespräch mit der NWZ. Also schon jetzt sind fast ein Drittel der Einwohner zwischen Hengsterholz und Neuenlande sowie zwischen Vosteen und Holzkamp im Rentenalter. „Diese Zahl wird in den nächsten 20 Jahren dramatisch steigen“, so Lisson.

44 magere Jahre

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Die 1950er Jahre, die Zeit des Wirtschaftswunders: Ein paar Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg ging es den Deutschen gut. Die Wirtschaft erholte sich, die Privatvermögen stiegen und auch in den Betten ging es rund. Die Generation der Babyboomer sorgte, bis zum „Pillenknick“ ab 1965, für eine stetig wachsende Geburtenrate. Erst 1972 lag die Geburtenrate wieder unter der Sterberate – wo sie bis heute, fast 45 Jahre später, geblieben ist. Die Babyboomer sind aber noch da und drängen nun in die Rente.

Die nächsten 20 Jahre

„Die Herausforderung ist jetzt da und wird uns die nächsten 20 Jahre begleiten“, so Jürgen Lüdtke, kommissarischer Vorsitzender des Seniorenbeirats. Vor allem mit Blick auf das neue Pflegestärkungsgesetz, welches am Neujahrsmorgen in Kraft trat, schlage einen neuen Weg bei der Pflege ein: Ambulant vor stationär. Eine Herausforderung, die sowohl auf die Pflegedienste als auch auf den Wohnungsbau zukomme. Welche Auswirkungen das neue Pflegegesetz in der Praxis genau haben wird, bleibe indes abzuwarten.

Die gute Nachricht

„Aus unserer Sicht ist die Gemeinde bei der Versorgung von pflegebedürftigen Menschen und Senioren gut aufgestellt“, betont Rüdiger Laudien, stellvertretender Vorsitzender des Seniorenbeirates. So habe die Gemeinde bereits vor acht Jahren damit begonnen, ehrenamtliche Lotsen für pflegende Angehörige zusammen mit der regioVHS auszubilden und auch qualifizierte Seniorenbegleiter gibt es. „Es hat sich mittlerweile ein richtiges Netzwerk aus Professionellen und Ehrenamtlichen entwickelt“, so Erika Lisson. Und auch der Seniorenbeirat selbst bietet mit Aktionen wie der Seniorenrallye zusätzliche Angebote, auf die Senioren zugreifen können.

Aber auch im Bereich der stationären und ambulanten Pflege könne man, so der Seniorenbeirat, durchaus zufrieden sein. Engpässe seien zwar nicht auszuschließen, aber die Angebote seien insgesamt hinreichend.

Veränderte Ansprüche

Aktuell setze man, einhergehend mit den sich verändernden Anforderungen an altersgerechtes Wohnen, vermehrt auf ehrenamtliche Wohnberater, die die Bürger bei der gegebenenfalls nötigen, pflegegerechten Umgestaltung der eigenen Wohnung unterstützen.

Aber auch ohne einen Pflegebedarf anzunehmen, haben sich die Ansprüche der Senioren in den letzten Jahren geändert. Vor allem der Bedarf an sozialen Kontakten sei insofern gestiegen, als dass dieser Bedarf nicht mehr – wie vielleicht früher – im eigenen Umfeld gedeckt werden kann.

Der Wunsch

Zwar sind Aktionen wie die Seniorenrallye schon ein großer Schritt zu mehr und vor allem auch neuen sozialen Kontakten, aber einen besonderen Wunsch hätte der Seniorenbeirat: „Wir wünschen uns ein Generationenhaus“, so Jürgen Lüdtke. Das Generationenhaus, so die Vision, soll ein fester Anlaufpunkt für jung und alt sein; ein gemeinsamer Treffpunkt, den der Seniorenbeirat und die Senioren unabhängig nutzen können.

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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