• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Weg frei gemacht für neues Gebäude 24

09.05.2018

Ahlhorn Am liebsten wäre es dem Verein Traditionsgemeinschaft Fliegerhorst Ahlhorn, wenn er das Museum im Mai 2019 eröffnen könnte. In dem Monat sei der Tag der Museen, erklärte Vorsitzender Peter  Pasternak. Auf jeden Fall wolle man Mitte des nächsten Jahres das Gebäude für Besucher zugänglich machen. Die Voraussetzungen dafür stehen seit Dienstag gut: Mit einem Fördervertrag über 10 000 Euro ist die Finanzierung der Instandsetzung des Gebäudes 24 auf dem ehemaligen Fliegerhorst Ahlhorn (Metropolpark Hansalinie) gesichert. Der Verein möchte in dem ehemaligen Verwaltungsgebäude ein Museum entstehen lassen.

Überreicht wurde der Fördervertrag von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Die DSD wird unterstützt durch Lotto Niedersachsen.

Geld ist zusammen

Zwischen 2012 und 2016 hatte die Traditionsgemeinschaft in einer Dauerausstellung im Gasthaus „Altes Posthaus“ die Geschichte des Fliegerhorsts präsentiert. Anschließend kam das Angebot von der Metropolpark Hansalinie GmbH, das Gebäude 24 als Museum zu nutzen. Für die Traditionsgemeinschaft, die seit 2012 ein eingetragener Verein ist, ein willkommenes Angebot, da sie am neuen Standort mehr Platz haben wird.

200 390 Euro für Renovierung

Um das Gebäude 24 renovieren zu können, brauchte der Verein Traditionsgemeinschaft Fliegerhorst Ahlhorn 200 390 Euro. Diese Summe ist jetzt erreicht. Folgende Institutionen tragen ihren Teil zu der Summe bei:

EU-Förderprogramm Leader (80 156 Euro), Gemeinde Großenkneten (20 000), Landkreis Oldenburg (20 000), Deutsche Stiftung Denkmalschutz (10 000), Land Niedersachsen (10 000), Leader Kommunalbudget (10 000), Bingo-Umweltschutz Niedersachsen (20 000), Zuwendung Metropolpark Hansalinie (20 000) und Eigenkapital (10 234).

„Jetzt haben wir das Geld zusammen“, sagte Pasternak – zumindest für die Instandsetzung des alten Verwaltungsgebäudes. Der Luftschiffhafen des Ersten Weltkriegs war 1916 in Betrieb genommen worden – das Gebäude 24 ist 102 Jahre alt. Um das Museum, das die Geschichte des ehemaligen Luftschiffhafens zeigen wird, einzurichten, werden weitere Gelder benötigt. Eine genaue Preisliste wird noch erarbeitet. Die 10 000 Euro sind für Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten gedacht. „Das Gebäude ist nicht in einem schlechten Zustand, aber auch nicht in einem guten“, sagte Pasternak, während er mit Gerd Logemann durch das Gebäude führte. Der Architekt Logemann ist an mehreren Projekten der Denkmalschutzpflege beteiligt, so auch am Museum des Fliegerhorsts. Er erstellt für verschiedene Ämter öffentliche Ausschreibungen.

Seit 2006 ist der Zustand des Gebäudes unverändert. Hier und da sind Wasserflecken an Decken und Wänden zu sehen, teilweise löst sich die Tapete ab. Das Gebäude solle so renoviert werden, dass es preisgünstig betrieben werden könne, sagte Pasternak. In dem Museum sollen auch größere Besuchergruppen mit gut 30 Teilnehmern herumgeführt werden können. Im August wird mit der Instandsetzung begonnen, so Pasternak weiter.

„Besonderer Ort“

Es sei ein Anliegen der Stiftung, das Projekt zu unterstützen, sagte Dörte Lossin, Leiterin des Ortskuratoriums Oldenburg der DSD. „Auf dass es ein besonderer Ort zum Erinnern wird. Dass Sie den Hubschrauber haben stehen lassen, ist schon ein wunderbares Zeichen.“ Im November hatte die Traditionsgemeinschaft den Hubschrauber vom Typ „Bristol 171 Sycamore“ als Dauerleihgabe des Unternehmens „Flying Bulls“ nach Ahlhorn geholt. Auch Metro­polpark-Geschäftsführer Dieter Stagnet zeigte sich erfreut: „Ich freue mich, dass wir das hier realisieren können.“ Mit dem Metropolpark als Eigentümer habe die Traditionsgemeinschaft jemanden, der sie hervorragend unterstütze, lobte Pasternak.

kommentar

Lohnenswerte

Geschichte

Im Juli 1915 begann die kaiserliche Kriegsmarine mit dem Bau, 1995 wurde der militärische Flugverkehr eingestellt, 2006 räumte die Bundeswehr das Gelände. Über den ehemaligen Fliegerhorst Ahlhorn gibt es viel zu berichten. Umso schöner ist es, dass sich ein engagierter Verein dieser Aufgabe direkt an dem geschichtsträchtigen Ort weiterhin annehmen wird.

Was im „Alten Posthaus“ angefangen hat, wird auf dem heutigen Metropolpark-Gelände fortgesetzt. Das ehemalige Verwaltungsgebäude – das immerhin 102 Jahre auf dem Buckel hat – bietet sich als Ort für das Museum geradezu an. Mit der Finanzierung der Gebäuderenovierung ist ein wichtiges Stück Arbeit geschafft. Für die Traditionsgemeinschaft Fliegerhorst Ahlhorn gibt es bis zur Eröffnung noch viel zu tun. Der Einsatz wird sich für alle Seiten lohnen: Der Metropolpark Hansalinie wird um ein Museum bereichert, der Verein bewahrt die Fliegerhorst-Geschichte und die Gemeinde Großenkneten erhält einen weiteren Anziehungspunkt für Einwohner und Touristen.

Finanzielle Unterstützung kommt unter anderem von der Gemeinde, vom Landkreis und dem Land Niedersachsen: Richtig so! Diese Investitionen lohnen sich.

Die Autorin erreichen Sie unter
Verena Sieling
Wildeshausen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2708

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.