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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Rykena bei Schweigemarsch in Chemnitz

06.09.2018

Ahlhorn Ein Bild mit Folgen: Im sozialen Netzwerk Twitter ist ein Bild zu sehen, das den AfD-Landtagsabgeordneten Harm Rykena aus Ahlhorn auf dem Schweigemarsch in Chemnitz zeigt. Damit erinnerten AfD und Pegida an Opfer von Mord und Totschlag. Ein paar Meter weiter neben Rykena sind die Pegida-Organisatoren Lutz Bachmann und Siegfried Däbritz zu sehen. Dieses Bild nimmt der SPD-Politiker und Landtagsabgeordnete Deniz Kurku (Delmenhorst) zum Anlass, in einer Pressemitteilung harte Kritik an Rykena und seine Parteigenossen zu äußern.

„In Chemnitz marschierten am Wochenende führende AfD-Kader Seite an Seite mit Pegida-Vertretern und rechtsextremen Neonazis. Angesichts solcher Bilder kann niemand mehr ernsthaft behaupten, es handele sich bei der AfD lediglich um eine besonders konservative bürgerliche Partei. Dieses Märchen kann der niedersächsischen AfD-Fraktion nun keiner mehr abnehmen“, meint der SPD-Politiker Kurku.

Diese Kritik stößt bei Harm Rykena auf Unverständnis. „Ich bezeichne die Partei nach wie vor als konservative Partei“, sagt er auf NWZ-Nachfrage. Das sei einer der Gründe gewesen, warum er nach Chemnitz gereist sei. Außerdem habe er mit seiner Teilnahme ein Zeichen setzen wollen, „dass wir die AfD in Niedersachsen als eine Einheit sehen“, entgegen aller Kritik, so Rykena. Er sei dort gewesen, um seine Parteikameraden zu unterstützen. Mit Bachmann und Däbritz hätte er nicht gesprochen.

„Eine Fotografie, auf der zwei Menschen abgebildet sind, sagt noch nichts darüber aus, ob sie in ihrer Einstellung miteinander d’accord gehen“, erklärt AfD-Pressesprecher Benjamin Günther. Er nannte den Vorwurf „an den Haaren herbeigezogen“.

„Ich sehe nicht, was das mit Radikalisierung zu tun hat“, sagte Rykena. Alle hätten sich vorbildlich benommen. „Ich habe nur ruhige, ausgeglichene Menschen gesehen“, beschreibt er. Er habe sich allerdings darüber geärgert, dass die Teilnehmer in den zweieinhalb Stunden nur 500 Meter weit gekommen seien. „Wir waren alle ziemlich frustriert, dass wir unseren Weg nicht machen konnten“, so Rykena.

Anna Lisa Oehlmann
Volontärin, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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