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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

„Alles soll friedlich weiterlaufen“

19.04.2017

Wildeshausen Die umstrittene Verfassungsreform des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan wird in Deutschland eifrig diskutiert. Als die NWZ am Dienstag unter Deutschtürken in Wildeshausen nach ihrer Meinung zur Volksabstimmung zur Einführung des Präsidialsystems, das dem Präsidenten künftig deutlich mehr Macht verleiht, fragt, zeigen sich viele verschlossen. Manche antworten nur hinter vorgehaltener Hand. Einer, der sich frank und frei äußert, ist dagegen Cemal Sönmez.

„Das Volk hat entschieden. Das müssen wir akzeptieren“, sagt der Betreiber des Bistros „Marmaris Deluxe“ in der Huntestraße. Zwar habe der türkische Präsident jetzt deutlich mehr Macht, weiß der 39-jährige Familienvater, aber vielleicht helfe das, die Wirtschaft am Bosporus wieder voranzubringen. Er bedauert, dass das Verhältnis zwischen Europäern und Türken so angespannt sei.

Der Deutschtürke hat mit der Familie aufmerksam die Debatte über die Verfassungsreform verfolgt. Dass auch in Deutschland so heftig Wahlkampf betrieben wurde, fand er weniger gut. „Das gehört sich nicht.“ Deutsche Politiker würden in der Türkei keinen Wahlkampf machen.

Weder er noch seine Frau Hatice hätten gewählt. „Die deutsche Politik ist mir wichtiger“, sagt Sönmez. Er lebe schließlich in Wildeshausen und sei daher an der Entwicklung hierzulande interessiert. So hadert der Unternehmer mit der hohen Steuerlast. „Ich habe mir noch nie mein Geld vom Sozialamt geholt.“ Zudem lege er Wert auf gute Nachbarschaft. In der Huntestraße kämen alle gut miteinander aus.

1979 war sein Vater aus Gaziantep, einer Millionenstadt gut 50 Kilometer nördlich von Aleppo (Syrien), nach Deutschland gekommen. Er arbeitete im Bremer Stahlwerk. 1988 holte er die Familie nach. Cemal Sönmez machte sich 2004 selbstständig. Neben dem „Marmaris“ in Wildeshausen betreibt er seit einiger Zeit auch eine Filiale an der Hauptstraße in Neerstedt.

Cemal Sönmez hofft, dass Deutsche und Türken wieder zu einem guten Miteinander finden. „Beide müssen sich einigen. Wir sind schließlich Verbündete“, sagt er. Zugleich hofft er, dass alles friedlich in der Gesellschaft weiterläuft. Eines ist ihm dabei ganz wichtig: „Jeder Mensch zählt!“

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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